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Unter- & Überfunktion: Schilddrüse steuert Körpergewicht

Erkrankungen der Schilddrüse betreffen rund 30 Prozent der Deutschen. Häufigste Störungen sind eine hormonelle Unter- & Überfunktion. Schilddrüse und Schilddrüsenhormone reagieren dabei auf Jod in der Ernährung.

Bei einem Gewicht von nur 25g gehört die Schilddrüse zu den wichtigsten Organen im menschlichen Körper. Sie bildet die beiden Hormone T3 und T4, die wesentliche Prozesse unseres Stoffwechsels steuern, etwa den Abbau von Fett, Zucker und Eiweiß.

Eine Unter- & Überfunktion Schilddrüse hat daher unmittelbar Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit und die Gewichtsentwicklung des Betroffenen. Häufig werden die Ursachen für Gewichtsveränderungen jedoch nicht rechtzeitig erkannt.

Warnhinweise sind eine unerklärliche Abnahme oder Zunahme bei gleichbleibender Ernährung. Gewichtszunahme kann dabei ein wichtiges Anzeichen für eine Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse sein. Ursache ist meist eine chronische Entzündung. Bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) reagiert der Körper dagegen mit Gewichtsverlust, obwohl der Appetit gesteigert ist.

Eine zentrale Rolle für die Leistungsfähigkeit der Schilddrüse spielt Jod. Die empfohlene tägliche Zufuhr für Gesunde liegt bei 180-200µg. Wer dauerhaft weniger Jod zu sich nimmt, kann an einer Funktionsstörung der Schilddrüse erkranken. Experten gehen davon aus, dass dies immerhin 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland betrifft.

Da Jod nur durch die Nahrung aufgenommen werden kann, sollten wir alle regelmäßig Jodsalz, jodhaltige Gemüse oder Seefisch genießen, um diesen Bedarf zu decken. In Schwangerschaft oder Stillzeit empfiehlt der Arbeitskreis Jodmangel außerdem die ergänzende Einnahme von Jodtabletten. In der Regel führen chronische Entzündungen oder Knoten zu einer hormonellen Unter- & Überfunktion. Schilddrüse und Hormonproduktion lassen sich im Krankheitsfall gut medikamentös beeinflussen. Frei verkäufliche Tyrosin-Präparate ergänzen das Angebot.

Ein Ernährungskonzept, das besondere Erfolge bei Schilddrüsenerkrankungen verspricht, ist die Markert-Diät. Da die Ergebnisse wissenschaftlich nicht abgesichert sind, sollten Interessierte sich jedoch ärztlich beraten lassen, bevor sie ihre Erkrankung allein mit dieser Diät behandeln.

von Irina Maier   24.10.2008
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Kommentare

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Jod [Gast]

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Das hätte ich gerne näher gewußt, wie Sie in Deutschland einen Jodmangel haben wollen. Es ist bereits alles jodiert bis zum Erbrechen. Wurst, Brot Milch, um nur die Grundnahrungsmittel anzusprechen. Die meisten Erkrankten mit Unterfunktion (in der Sie Jod empfehlen) leiden an einer Autoimmunerkrankung, die sich durch Jodaufnahme erheblich verschlimmert. Woher haben Ihre Experten diese Erkenntnis, daß Deutschland noch Jofmangelgebiet ist?

Ich bin entsetzt.

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