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Wechseljahre, Gewichtszunahme und was man tun kann

Immer wieder berichten Frauen, dass Wechseljahre, Gewichtszunahme und andere Beschwerden gemeinsam auftreten und suchen nach wirksamen Gegenmitteln.

Dass die Wechseljahre Gewichtszunahme hervorrufen, ist allgemein bekannt. Ursache dafür ist nicht allein nur die hormonelle Umstellung. Dabei wird das sonst herrschende Gleichgewicht zwischen die Follikel stimulierenden Hormonen, kurz FSH genannt, und dem Östrogen verschoben. Der Östrogenspiegel sinkt erheblich ab. Doch für die Wechseljahre Gewichtszunahme ist ein anderes Phänomen verantwortlich.

Die Ursache ist ein sinkender Energiebedarf. Im Alter um die fünfzig Jahre neigt der Mensch dazu, etwas weniger aktiv zu sein. Wer diesen Vorgängen entgegen steuern möchte, der sollte schon vorher damit beginnen, seine Ernährung umzustellen. Der Anteil an Obst und Gemüse sollte steigen und der Anteil an Fetten und Zucker sollte sinken. Da die Wechseljahre Gewichtszunahme und eine Reihe von anderen Beschwerden verursachen können, greifen viele Gynäkologen zur Gabe von künstlichen Hormonen in Form von Östrogen.

Das kann über die Menopause hinaus die damit verbundenen Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen unterdrücken. Als Menopause bezeichnet der Mediziner den Zeitpunkt der letzten Regelblutung der Frau. Dieser kann immer erst im Nachhinein definiert werden, obwohl die Beschwerden meist schon bis zu zwei Jahre vorher einsetzen. Einige Frauen haben nicht nur mit der Wechseljahre Gewichtszunahme zu kämpfen, sondern haben in den letzten Jahren vor der Menopause unregelmäßige und teilweise sehr starke Blutungen. Letztere treten vor allem dann auf, wenn die Pause zur vorangegangenen Blutung länger als normal war. Ursache sind oft Schleimhautwucherungen. Häufig wird in diesen Fällen eine niedrig dosierte Pille als Medikament verordnet.

Wenn auf die Gabe von Östrogen eingestellt wird, dann empfehlen die Gynäkologen sehr oft die Pflaster, bei denen der Wirkstoff vom Körper über die Haut aufgenommen wird, ohne dass die Zusatzstoffe von Tabletten das Verdauungssystem beeinträchtigen würden. Sie sind in verschiedenen Stärken verfügbar. Auch wenn die Frau keine Regelblutung mehr bekommt, sollte sie jedes Jahr zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Das Risiko bestimmter Krebsarten im Genitalbereich der Frau steigt nach den Wechseljahren deutlich an.

von Hans Ludwig   28.10.2008
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Kommentare

Bisherige Kommentare: 1
Autor:

Annette [Gast]

Man vergisst auch allzu leicht, dass es zu Beginn der

Wechseljahre, duch den Ausfall des Progesterons

zu langen Abschnitten einer sogenannten Östrogen-

dominaz kommt. Dabei verstärkt sich die Wirkung des

ersten Zyklushormones um ein vielfaches was auch

verantwortlich für Wasseransammlungen im Gewebe

ist und für eine Apettitsteigerung sorgt. Da Östrogen

darüberhinaus ja auch die Fettspeicherung fördert, hat

das Folgen für das Gewicht, wenn man dieser Östrogendominanz nicht entgegenwirkt. Meist

reicht auch die Gabe von Progesteron im akuten

Stadium nicht aus, da die Wasseransammlungen

ja eine Folge des folikelstimulierenden Hormons

ist, das die Eireifung verstärkt anregt und dadurch

auch für das Zuviel an Östrogenen sorgt. Da die

Signalwirkung der Eierstöcke an die Hypophyse, das sogenannte Steuerungshormon zu Beginn der

Wechseljahre nicht mehr richtig funktioniert und dadurch die Hypophyse durch vermehrtes ausschütten dieses Hormons FSH, die Produktion der Sexualsteoride anregen soll. Später wenn die

zeit der Östrogendominanz wegfällt und es eher zu

einem Mangel kommt, fallen auch die lästigen Wasseransammlungen weg und das erhöhte Gewicht das durch Wasserstau zustandekam sinkt

dann wieder. Allerdings neigt dann der Körper zur

vermehrten Fettansammlung, weil das muskelstimulierende Hormon Östrogen gesunken ist. Also eiweissreiche Ernährung und natürlich die

Energiebilanz nach unten korrigieren. Dann klappt

es auch mit der Gewichtsreduktion wieder. Ausdauersport in Kombination mit Kraftsport sollten

in dieser Lebensphase aber selbstverständlich sein. Grüsse von Annette

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