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Thema Rotwein: Italien und seine vollmundigen Weine

Die Italiener sind fleißige Weinbauer und bauen zahlreiche Rebsorten an, von Weiß- bis Rotwein. Italien und seine vielfältigen Weine verzaubern Weinkenner auf der ganzen Welt und machen das Land zum Rebensaft-Mekka.

Wer an köstliche Weine denkt, dem fällt spontan meist der deutsche Nachbar Frankreich zum Thema Rotwein und Deutschland selbst ein, wenn es um weiße Rebensäfte geht. Auch in Südeuropa, genauer gesagt in Italien, befindet sich zudem eines der vielfältigsten Weinanbaugebiete der Welt mit einer breiten Auswahl an erstklassigen Rebsorten. Typisch italienisch ist die wohl bekannteste Rebensorte Trebbiano, die mit ihren hellen Trauben unter anderem als Basis für den Soave und Trebbiano Toscano dient.

Auch für Freunde des vollmundigen Rotweines hat Italien jedoch einiges zu bieten – die rote Rebsorte Sangiovese zum Beispiel. Sangiovese wird in Italien und anderen Weinbauländer angebaut und zeichnet sich durch eine enorme Beständigkeit gegen Hitze und Trockenheit aus, die der Rebsorte ihr typisch säuerliches Aroma verleihen. In Mittelitalien wird für Freunde des Rotweines zudem die Rebsorte Montepulciano angebaut, die einen besonders tiefroten und intensiven Wein ergibt. Im Süden Italiens werden die Rotweinrebsorten Primitivo und Negroamaro kultiviert, die besonders in Ampulien verbreitet sind. Negroamaro dient dabei auch als Basis für Roséweine. Im südlichen Zipfel des Landes sowie auf Sizilien wächst weiterhin der Schatz der italienischen Rotweine: der Nero d'Avola mit seinen spätreifen und intensiven Trauben schmeckt, wie von der Sonne verwöhnt.

Guter Wein wird in Italien stets an Hanglagen angebaut, die neben dem Wein auch den Olivenbäumen als bevorzugter Standort dienen. Insgesamt gibt es in Italien etwa 400 Rebsorten, die zugelassen sind und auf italienischem Boden mehr oder weniger häufig angebaut werden. Neben den typisch italienischen Rebsorten konzentrieren sich die Weinbauer Italiens zudem auf international erfolgreiche Sorten wie Merlot oder Chardonnay. Ganz mediterran wird der italienische Wein zusammen mit frischem Brot und eingelegten Oliven genossen.

Wie in allen anderen Weinbauländern auch, gibt es auch in Italien Qualitätsstufen für Weiß- und Rotwein. Italien- Weine mit Klassifizierung Vino da Tavola sind dabei einfache Tafelweine. Bei IGT-Rebensäften handelt es sich um mittelmäßigen bis hochwertigen italienischen Weiß- und Rotwein. Italien- Weinkenner bevorzugen meist jedoch die nächst höheren Qualitätsstufen DOC und DOCG. Kein italienischer Wein darf übrigens mit Zucker angereichert werden, so wie es die Deutschen und Franzosen gern bei billigeren Tropfen machen.

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