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Gobelin Stickbilder - ein Hingucker an der Wand

Ob Landschaften, Menschen oder eine Blumenwiese - Gobelin Stickbilder verschönern jede Wand und lenken das Augenmerk eines jeden Betrachters auf das Kunstwerk. Einige der Bilder haben inzwischen sogar Sammlerwert.

gobelin stickbilder
© Connfetti - Fotolia.com
Gobelin Stickbilder sind unter Kennern sehr beliebt und bekannt. Man könnte fast sagen, Gobelin Bilder gelten als die Van Goghs, Gauguins und Klees des Stickbildes für die Wand. Nicht selten müssen Liebhaber horrende Summen für einen echten Gobelin bezahlen. Die vielfältigen Motive, die von imposanten Landschaften über Tierbilder bis hin zu Porträtaufnahmen reichen, gepaart mit kräftigen Farben und Detailreichtum erfreuen sich großer Begeisterung - nicht nur bei Liebhabern. Die Bilder haben immer eines gemeinsam: die Technik. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei den Stickbildern um Bilder, deren Konturen mit entsprechenbegeisdem Material gestickt werden. In der Fachsprache nennt sich das Produkt dieser einzigartigen Textiltechnik „Tapisserie", gemeint ist ein Wand- oder Bildteppich. Kenner sagen bisweilen, wenn sie von dem Ergebnis der Textiltechnik sprechen, auch Bildwirkerei.

Das Bild oder das Motiv, das auf dem Teppich zu sehen ist, wird auf ein Untergrundmaterial, dem Stramin gestickt. Stramin besteht zumeist aus 100 Prozent Baumwolle oder Leinen. Ein Webstuhl arbeitet die verschiedenartigen Wollfäden ein, wobei dessen so genannte Schussfäden keineswegs bis ganz zum Rand eingewebt werden, sondern lediglich bis zu einer ausgewählten Farbfläche. Das Resultat: ein aus verschiedenen Motiven bestehendes Bild. Selbstverständlich lassen sich diese Bilder mit derartiger Technik auch bequem von zu Hause aus gestalten, so wie es viele Sets mit entsprechendem Material und einer Stickanleitung versprechen, jedoch kann man in diesem und auch in anderen Fällen nicht von den einzigartigen Stickbildern sprechen. Diese dürfen eben genannten Titel nur tragen, wenn sie in der legendären Pariser Gobelin-Manufaktur angefertigt worden sind. Die Manufaktur blickt auf eine lange Geschichte zurück: Seit dem 17. Jahrhundert ist die Tapisserie-Manufaktur schon in Betrieb. Ihr Name ist auf die einflussreiche französische Familie Gobelin und deren Scharlachfärberei zurückzuführen.

Frans van der Plancken und Marc de Comans verhalfen der Manufaktur dann zu dem Namen, der auch heute noch für das einzigartige Handwerkszeug der Bildwirkerei steht: „Manufacture des Gobelins". Unter der Herrschaft Ludwigs XIV. wurde die Tapisserie-Manufaktur sogar zu einer königlichen Manufaktur erhoben. Was im 17. Jahrhundert begann, wird selbst heute im 21. Jahrhundert, ziemlich genau vier Jahrhunderte nach Gründung der Manufaktur, noch weitergeführt: die Arbeit mit traditionellen Hochwebstühlen. Anstelle von hochleistenden Maschinen wird in der Pariser Manufaktur noch gutes altes Handwerk ausgeübt und sogar gelehrt. Die sich noch in den Lehrjahren befindenden Bildwirker wissen diese geschichtsträchtige Tapisserie-Manufaktur als bedeutende Ausbildungsstätte zu schätzen. Interessierte können die sich inzwischen im Besitz des Staates befindende Manufaktur besuchen und so einige der bekannten Gobelin Bilder bestaunen.

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