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Der Glanz einer Münze kann ihren Wert steigern oder mindern
Doch der Glanz der Münze ist oft ein zweischneidiges Schwert – während neue Münzen gerade durch ihre Reinheit und Unberührtheit punkten, macht bei alten oder gar antiken Stücken erst die Patina den Wert aus.
Bei neuen Münzen gilt: Auch wenn der Glanz noch so funkelt oder das Stück eben erst aus der Prägeanstalt kommt - eine Reinigung ist unumgänglich. Selbst feinste Fingerabdrücke, die erst nach Monaten sichtbar werden könnten, würden den Wert ungemein mindern. Auch können Spuren von Öl, Fett oder anderen Schmutzpartikeln den Glanz schnell schwinden lassen. Doch eine Reinigung muss mit aller Vorsicht passieren, da schon das falsche Mittel zur Säuberung großen Schaden anrichten kann.
Münzen reinigen: Die "richtige" Methode?
Leider ist sich die Sammlerwelt sowie die einschlägige Fachliteratur uneins über die "richtige" Methode. Denn so unterschiedlich die Arten der Reinigung sind, so unterschiedlich sind auch Münzen. Schon die Vielzahl der Materialien und Legierungen eröffnet eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten.
Generell gilt: Weniger ist mehr
Gerade bei älteren Münzen sollte man sich die Frage stellen, ob eine Reinigung sinnvoll ist oder nicht. Ist die Patina, also die über einen längeren Zeitraum angelagerte oder angelaufene Schicht, in einer ebenmäßigen Durchgängigkeit – so sollte erst ein Blick in vorhandene Wertkataloge geworfen werden. Die momentan wertvollste Münze der Welt ist beispielsweise der "American Gold Double Eagle" (Doppeladler) von 1933. Sie wurde 2002 für 6,6 Mio. US-Dollar versteigert.
Ultraschallbäder und Reinigungsmittel
Als schonende Möglichkeit zur Reinigung stehen Ultraschallbäder bei Sammlern hoch im Kurs. Gleich mehrere Münzen können in das Reinigungsbad gegeben werden. Reinigungsmittel sollten nur im Fachgeschäft gekauft werden, diese gibt es schon ab 6 Euro aufwärts. Im Anschluss wird das Reinigungsmittel durch gutes Abspülen mit Wasser komplett entfernt. Das Trocknen der Münzen sollte nur mit weichen Tüchern erfolgen, wobei Sammlern empfohlen wird, die Feuchtigkeit abzutupfen, Reibungen könnten die Münze sowie den Glanz beschädigen. Danach ist es wichtig, die Rundlinge einige Stunden in einem trockenen Raum zu lagern, erst dann ist die Einsortierung empfehlenswert.
Münzen zu reinigen dauert seine Zeit
Sammlern sei zudem gesagt: Reinigung braucht viel Zeit. Hektik und Eile lassen schnell Fehler aufkommen, die selbst den Wert von frischen Münzen aus der Prägeanstalt verlieren lassen. Sollten zum Beispiel Kupfermünzen mit einem Mittel zur Reinigung von Silber in Berührung kommen, ist eine böse Überraschung vorprogrammiert. Doch selbst wenn die Reinigung perfekt verläuft, auch bei der Aufbewahrung kann die Münze Schaden nehmen. Denn eine Oxidation durch normale Raumluft ist gerade bei älteren Münzen keine Seltenheit. Daher sollte auch für die Lagerungen der edlen Stücke in Qualität und Sicherheit investiert werden.
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