Violine lernen in der Musikschule oder beim Privatlehrer
Ein Instrument zu erlernen, kann für viele Menschen eine enorme Bereicherung des Alltags darstellen. Wer vorrangig klassische Musik mag, kann sich zum Beispiel an der Violine versuchen.

Gespielt wird die Geige durch Streichen der Saiten. Dabei gibt es vier Töne: g, d1, a1 und e2. Je nach Stärke des Anzupfens schwingt die Saite mehrmals nach. Der Innenraum der Violine dient dazu, die Klänge zu verstärken. Für den Geigenspieler stellt sich die Herausforderung, die Saite an exakt der richtigen Stelle zu treffen, da es im Gegensatz zur Gitarre keine Bünde gibt. Durch die gleichzeitige Betätigung von zwei oder mehr Saiten entstehen zweistimmige Stücke oder Akkorde. Außerdem lässt sich durch sanftes Hin- und Herbewegen des Fingers ein sogenanntes Vibrato erzeugen, wobei sich Lautstärke und Klang durch die Position des Fingers und die Stärke des Drucks beeinflussen lassen. Ein Dämpfer, der auf dem Steg befestigt wird, kann für einen leiseren und "nasalen" Klang der Violine sorgen. Weiterhin können flötenähnliche Töne produziert werden, indem die Finger der linken Hand an Stellen mit hoher Schwingungskraft auf die Saiten gelegt werden. Dies nennt sich dann Flageolett. Schließlich hat der Geigenspieler noch Variationsmöglichkeiten bei der Art der Bogenführung. Er kann die Saiten hart, kurz und schnell anzupfen (Staccato) oder die Töne ineinander übergehen lassen (Legato). Beim Detaché oder Martelé werden die Töne hingegen auf kaum merkliche Art und Weise getrennt. Das Tenuto kennzeichnet sich durch ein sehr kraftvolles Anspielen. Im fortgeschrittenen Status des Geigenspiels werden noch diverse andere Techniken erlernt.

Der Weg zum Violinenspiel steht prinzipiell jeder Person offen. Schon kleine Kinder können an das Instrument herangeführt werden. Pädagogen zu Folge ist drei bis sechs das optimale Alter, um mit der Violine zu beginnen. Deshalb gibt es zahlreiche Geigenschulen, die sich auf Kinder spezialisiert haben. Eine verbreitete Methode für einen einfachen Einstieg ist die sogenannte Suzuki-Methode. Hauptmerkmale sind die intensive Einbeziehung der Eltern für die Übungen zu Hause und das ausgeprägte Lernen innerhalb der Gruppe. So soll verhältnismäßig schnell und einfach ein festes Liederrepertoire eingeübt werden. Natürlich ist es auch als Erwachsener noch möglich, Geige zu lernen. Auch wenn das Lernen meist länger dauert als bei Kindern und oft nicht in Perfektion endet, finden viele Erwachsene doch noch großen Spaß am Violinenspiel. Für sie eignet sich Einzel- oder Kleingruppenunterricht am besten. Die Kosten für eine Unterrichtsstunde belaufen sich in der Regel auf etwa 30 € bis 45 €. Dabei ist eine Musikschule meistens teurer, aber oft auch qualifizierter als ein privater Geigenlehrer.

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