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Wie und wo kann man sinnvoll Briefmarken verkaufen?

Das Hobby des Briefmarkensammelns ist inzwischeen eher aus der Mode gekommen. Doch an wen und wo kann man Sammlungen heute noch gewinnbringend abtreten und wie sollte man verkaufen?

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© macroart - Fotolia.com
Früher hatte fast jedes Kind ein Briefmarkenalbum. Auch wenn die wirklichen Sammler schon immer einer kleine Gruppe von Enthusiasten darstellten, gab es doch immer die eine oder andere interessante Marke, die von Urlaubspostkarten abgelöst und später in der Schule getauscht werden konnte. In Zeiten der E-Mail ist das Wissen um und die Kultur der Philatelie in großen Teilen in Vergessenheit geraten.

Oftmals finden sich beim Aufräumen in Schränken und auf Dachböden oder bei der Auflösung eines Haushaltes - beispielsweise nach einem Trauerfall - noch ganze Alben mit Briefmarken. Doch an wen und wie kann man diese gewinnbringend veräußern? Generell sollte zunächst der Fund gesichtet und vom Sammlerwert her halbwegs geschätzt werden. Dazu ist der Kauf eines Briefmarkenkatalogs empfehlenswert. Sie sind, zumal in Vorgängerauflagen, günstig zu erstehen oder aus der Bibliothek zu entleihen. Handelt es sich bei den Marken um ein buntes Sammelsurium, ist kaum auf Verkaufsgewinn zu hoffen. Nur komplette Sätze, Sammelreihen oder vollständige Sammelgebiete erzielen heutzutage noch akzeptable Gewinne.

Großhändler, Haushaltsauflöser und Pfandleiher nehmen zwar immer gern Briefmarken an, zahlen aber kaum etwas dafür. Das große Angebot hat in den vergangenen Jahren die Preise kaputt gemacht. Oftmals werden Briefmarkensammlungen von Pfandleihern gar nicht mehr als Wertgegenstände anerkannt. Etwas besser sieht es bei den wenigen noch verbliebenen Fachgeschäften für Münz- und Briefmarkensammeln aus. Auch hier sind zwar die Preise im Keller; jedoch bei Weitem auf besserem und wertschätzenderem Niveau als bei den oben genannten Stellen.

Am ehesten verkaufen sich solche privaten Sammlungen auf regionalen Briefmarkenbörsen oder bei Internetauktionen. Die Standgebühr für eine solche Börse lohnt sich freilich nur, wenn eine entsprechend große Sammlung verkauft werden soll. Die Auktion im Internet ist zwar mühsam - es müssen erst Fotos erstellt und die Artikel ins Netz eingepflegt werden - hat aber am ehesten die gute Chance auf Gewinn. Verkauft wird im Netz meist satzweise, wobei bei einem guten Zustand der Marken etwa 60 % des Katalogpreises als Startgebot gesetzt werden können.

von Frank Neumann
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