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Gibt es eine Maximalhöhe beim Wohnungsbaukredit?

Eine Immobilie kauft man in der Regel nicht mit dem Bargeld, das man unter dem Kopfkissen zusammengespart hat. Die meisten Immobilienkäufer benötigen zur Finanzierung einen Wohnungsbaukredit.

Niemand hat gerne Schulden, viele Menschen können auch nachts nicht gut schlafen, wenn sie Schulden haben. Aber ein Wohnungsbaukredit kann eigentlich nicht unter „Schulden“ eingeordnet werden. Mit dieser Finanzierungsart wird eine Immobilie finanziert, das heißt, es ist ein Gegenwert für die Kreditsumme vorhanden. Kauft man einen Fernseher auf Raten, kann man vom Wertverlust des Gerätes ausgehen. Eine Immobilie hingegen wird keinen Wertverlust erleiden – im Gegenteil: Der Wert wird mindestens gleich bleiben, aber eher sogar steigen. Die Höhe des Wohnungsbaukredites ist immer abhängig vom Wert der Immobilie, aber auch von den persönlichen Einkommensverhältnissen.

Ganz grundsätzlich wird man einem Angestellten mit einem Nettoeinkommen von 1.200 Euro keinen Wohnungsbaukredit in Höhe von einer Million Euro geben, weil dieser niemals zurückgezahlt werden könnte. Man würde ihn freundlich darauf verweisen, nach einer Wohnung zu suchen – natürlich auch gerne als zu finanzierende Immobilie –, bei welcher auch die Abzahlung der Finanzierung innerhalb eines realistischen Zeitraumes möglich wäre. Der Manager hingegen mit den 200.000 Euro Jahreseinkommen hätte eine realistische Chance auf eine solche Finanzierung, würde aber wahrscheinlich ganz locker bereits die Hälfte des Kaufpreises als Eigenkapital einbringen, um die Zinsen nicht in die Höhe zu treiben. Hiervon hängt eine Finanzierung in ihrer möglichen Höhe auch ab: von der Höhe des eingebrachten Eigenkapitals.

Die Maximalhöhe bei einem Wohnungsbaukredit hängt also von verschiedenen Faktoren ab: von der Eigenleistung, die man zu erbringen bereit und auch fähig ist. Von der Höhe des Eigenkapitals, das man einbringen möchte. Und wenn man sich für eine Vollfinanzierung entscheidet – was in der heutigen Zeit angesichts der niedrigen Zinsen sogar üblich ist –, von der Höhe des Einkommens und vor allem von der Sicherheit des Einkommens. In der heutigen Zeit ist natürlich kaum noch etwas sicher. Doch unbestritten hat ein Beamter auf Lebenszeit die besseren Chancen auf eine Finanzierung.

Ganz grundsätzlich gilt, dass die Höhe des Wohnungsbaukredites keinesfalls den Kaufpreis für die Immobilie bzw. den Wert der Immobilie überschreiten sollte – in diesem Fall wird der Kredit wahrscheinlich nicht bewilligt. Die Finanzierung muss immer abgesichert sein: über ein Einkommen, über eine bestimmte Überschaubarkeit der Rückzahlung, über eine Lebensversicherung, über den Immobilienwert.

von Axel Krüger   11.02.2009
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