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Lohnen sich Zinsdifferenzgeschäfte für mich?

Kapitalanlagen gibt es viele – der Kapitalmarkt entwickelt stets neue Produkte, auch für die Kleinstanleger, die ein wenig Rendite erwirtschaften möchten. Zinsdifferenzgeschäfte können durchaus rentabel sein.

Zinsdifferenzgeschäfte sind beispielsweise bei Banken üblich: Sie arbeiten mit Kundengeldern, das heißt, sämtliche Spareinlagen, die der Kunde tätigt, bringt der Bank Zinsen ein. Möglicherweise ist es ja auch schon dem einen oder anderen Bankkunden bewusst geworden, dass kleine Überweisungsbeträge auf seinem Konto sehr schnell gutgeschrieben werden. In Zeiten des Onlinebankings sogar teilweise innerhalb von einer Stunde. Bei großen Beträgen allerdings kann es durchaus vorkommen, dass eine Überweisung eine Woche und sogar zwei Wochen auf sich warten lässt. Das liegt daran, dass die Banken mit dem Kapital arbeiten – sie erwirtschaften Zinsen damit.

Ebenso erwirtschaften die Banken Zinsgewinne aus Darlehen und Dispositionskrediten, zahlen aber vergleichsweise niedrige Zinsen für Spareinlagen. Diese Zinsdifferenz dient der Erzielung des Gewinns und der eigenen Finanzierung.

Auch Kapitalanleger können Zinsdifferenzgeschäfte tätigen. Wer Kapital flüssig machen kann und es auf ein Konto einzahlen kann, erhält dafür Zinsen. Die Bank gewährt dann ein Darlehen in zweifacher Höhe und das Gesamtkapital kann man lohnend investieren – beispielsweise in eine englische Lebensversicherung, diese sind für ihre hohen Zinssätze bekannt. Und schon hat man einen Gewinn aus der Zinsdifferenz erzielt, denn die Darlehenszinsen sind wesentlich niedriger als der erwirtschaftete Zinssatz des als Darlehen genommenen Kapitals.

Jedoch sei erwähnt, dass man sich als Verbraucher mit nur geringen Kenntnissen des Kapitalmarkts wirklich gut beraten lassen sollte. Man sollte also durchaus einen Finanzexperten zu Rate ziehen, bevor man sich auf derlei Geschäfte einlässt.

Häufig sind es sogar die Banken selbst, die Zinsdifferenzgeschäfte anbieten und ihre Kunden dahingehend gründlich beraten. In diesem Fall erwirtschaftet die Bank zwar auch ihren eigenen Gewinn durch die Investition, die der Kapitalanleger tätigt, jedoch lohnt es sich für den Anleger immer noch, mit der Zinsdifferenz zu arbeiten.

Je höher die Summe ist, die investiert werden kann, umso höher ist selbstverständlich der Gewinn. Und wie man sieht, muss man nicht unbedingt über große Summen Eigenkapital verfügen, um Zinsgewinngeschäfte zu tätigen – grundsätzlich funktioneren diese Art Geschäfte mit einem gewissen Kapital als Grundstock und einem zusätzlichen Darlehen. Darlehen werden längst nicht mehr nur vergeben, um damit Immobilien zu finanzieren oder dringende Anschaffungen zu tätigen!  

von Axel Krüger   24.02.2009
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