Tilgungsaussetzungsdarlehen
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Eine Anschlussfinanzierung ist ein äußerst wichtiges Thema im Rahmen der Baufinanzierung, das bereits beim Abschluss der ersten Finanzierung berücksichtigt werden sollte. Eine Anschlussfinanzierung kommt dann zum Tragen, sofern nach Ablauf der Zinsbindung noch eine Restschuld besteht, die selbstverständlich vom Darlehensnehmer ebenfalls zurückgeführt werden muss. Weil das derzeitige Zinsniveau so extrem niedrig ist, ist es für Häuslebauer oder Immobilienkäufer nur ratsam, diese günstigen Zinsen über einen so langen Zeitraum wie nur möglich festzuschreiben. Zwar sind längere Zinsbindungen wie beispielsweise 15 oder 20 Jahre vom Zinssatz her teurer als Standardzinsbindungen von 10 Jahren, aber verglichen mit den Zinssätzen der letzen 50 Jahre immer noch traumhaft günstig.
Bei der Baufinanzierung können zwei Varianten von Anschlussfinanzierungen vorgenommen werden. Die erste wird als Prolongation bezeichnet, was nichts anderes bedeutet, als dass der bestehende Darlehensvertrag beim bisherigen Kreditinstitut zu neuen Konditionen verlängert wird. Der große Vorteil für den Darlehensnehmer bei einer Prolongation besteht darin, dass der erforderliche Arbeitsaufwand relativ gering ausfällt. Im einfachsten Fall holt man sich bei der bisherigen Bank ein Prolongationsangebot ein, und unterschreibt dieses. Jedoch sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Kreditinstitute dieses Kundenverhalten gerne ausnutzen und Prolongationsangebote die Zinssätze deutlich über dem Marktzins liegen. Deshalb empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Konditionen des Prolongationsangebotes nochmals nach zu verhandeln.
Die zweite Form der Anschlussfinanzierung wird als Umschuldung bezeichnet. Bei einer Umschuldung wird die bestehende Restschuld abgelöst und bei einem anderen Kreditinstitut als neues Darlehen weitergeführt. Von Zinssatz her betrachtet, sind Umschuldungen in der Regel deutlich lohnenswerter als Prolongationen. Allerdings ist der damit verbundene Aufwand ebenfalls größer. So müssen bei der neuen Bank etliche Unterlagen zur Kreditprüfung eingereicht werden, vorher Vergleichsangebote eingeholt werden usw.
Mit einer Umschuldung sind auch weitere Kosten verbunden, die zum Beispiel von Notar und Grundbuchamt für die Abtretung oder Neueintragung der Grundschuld berechnet werden. So gesehen, kann eine Umschuldung auf den ersten Blick etwas teurer erscheinen, was aber zählt ist der langfristige Kostenvorteil, in Form eines günstigen Zinses.
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Kommentare
Siegmar Bührle [Gast]
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