Ein Online-Nebenjob bietet einen guten Zuverdienst
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Menschen betrieben Handel schon in grauer Vorzeit. Der eine hatte den Knochensplitter zum Abschaben der Tierhaut, der andere den Stein, auf dem man das Getreide zermahlen konnte. Man tauschte – Ware gegen Ware, zunächst nur unter Nachbarn, aber schon mindestens zwei Jahrtausende vor Christi Geburt auf langen Wegen und in einem gut organisierten System. Schiffe transportierten begehrte Güter über die Meere, die Karawanen der Händler durchzogen die Kontinente auf Straßen, die heute noch klangvolle Namen haben: Die Bernsteinstraße und die Seidenstraße gehören dazu. Und immer tauschte man Ware gegen Ware – man betrieb Tauschhandel.
Später änderte sich das Geschäft. Man kaufte und verkaufte: Ware gegen Bares, Ware gegen Münzen. Legendär sind die Handelsmetropolen, die im Mittelalter zu ungeahnter Macht aufstiegen: die Stadtstaaten Genua und Venedig, die flämischen Metropolen, die Städte der Hanse. Legendär sind auch die Namen der großen Kaufmannsfamilien, die der Fugger, der Welser und der Tucher in Augsburg und Nürnberg zum Beispiel.
Im Lauf der Jahrhunderte hat der Handel sein Gesicht gewandelt. Er ist so facettenreich wie seine Geschichte bunt und turbulent. Unternehmen mit Niederlassungen auf allen Kontinenten haben die Nachfolge der alten Kaufmannsfamilien übernommen und kaufen oder verkaufen Waren oder Dienstleistungen auf Weltmärkten. An internationalen Börsen werden Aktien gehandelt, zwischen den Staaten Emissionszertifikate, was man auch als „Umweltverschmutzungsrechte“ übersetzen kann. Zur Branche gehören aber auch das Warenhaus, der Lebensmittel-Supermarkt und der Obst- und Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt. Und während man im Warenhaus gern die Scheckkarte zückt, um seinen Einkauf bargeldlos zu bezahlen, bevorzugt der Markthändler immer noch Bares für seine Äpfel. Tauschen – zum Beispiel gegen Birnen – kann man sie in der Regel nicht mehr.
Eine neue Handelsform macht seit ein paar Jahren von sich reden: der Warenumschlag über das Internet. Unternehmen und Privatleute gleichermaßen beteiligen sich am Geschäft. „E-Commerce“ heißt es und lässt sich abwickeln, ohne dass man das Haus verlässt. Ein Computer und ausreichende Computer-Kenntnisse genügen; sie machen den Einkauf völlig unabhängig von gängigen Ladenöffnungszeiten, machen ihn bequem, schnell und bei sorgfältigem Umgang mit den eigenen Daten auch sicher. Die Karawanen in grauer Vorzeit jedenfalls waren weniger bequem, weniger schnell und auch weniger sicher.
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