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Langfristiger Schutz durch dauerelastische Verfugung

An einem Gebäude gibt es viele Nahtstellen, an denen entweder unterschiedliche Materialien aufeinander treffen oder es sonstige Übergänge gibt. Diese müssen elastisch verfugt werden, um Risse zu vermeiden.

dauerelastische verfugung
© rossler - Fotolia.com
Ein Gebäude sollte möglichst stabil gebaut sein und lange halten. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass sich ein Gebäude ständig bewegt, was insbesondere mit unterschiedlichen Temperaturen zu tun hat. Dies führt dazu, dass ein Gebäude sich ausdehnt oder zusammenzieht, und auch wenn sich diese Veränderungen nur im Millimeterbereich bewegen, kann das Gebäude dadurch Schaden nehmen. Dies muss nicht sofort sichtbar sein, kann aber auf Dauer zu Schäden und zu teuren Reparaturen führen, die vermeidbar sind.

Grund für mögliche Schäden sind dabei die unterschiedlichen Dehnungskoeffizienten der verwendeten Materialien. Während Automobilbauer alle verwendeten Materialien aufeinander abstimmen müssen, damit diese sich ungefähr gleich stark ausdehnen oder zusammenziehen, ist dies bei einem Gebäude kaum möglich. Hier werden andere Vorkehrungen getroffen, und eine der effektivsten sind Dehnungsfugen. Diese Fugen sind in der Lage, die Bewegungen möglich zu machen, sodass kein Schaden entstehen kann. Wenn diese Fuge sich aber in einem Bereich befindet, der abgedichtet werden muss, dann ist eine entsprechende Versiegelung erforderlich.

Dies kann sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich erforderlich sein. Im Innenbereich ist die häufigste Anwendung im Bad, wo durch ständige Änderungen der Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit die Fliesen an Wänden und Böden ständig in Bewegung sind. Insbesondere in Ecken und beim Übergang von Material, also zum Beispiel an der Innenseite der Dusche zwischen Duschtasse und gefliester Wand, kann dies schnell zu Rissen in den Fliesenfugen führen. Dem beugt man vor, indem eine dauerelastische Versiegelung aus Silikon angebracht wird. Diese schützt den Bereich vor eindringendem Wasser, zudem können die durch die unterschiedliche Ausdehnung entstehenden Bewegungen flexibel und elastisch aufgefangen werden.

Ähnliches gilt auch im Außenbereich, zum Beispiel am Übergang der Fensterrahmen zum Mauerwerk oder auch bei großen, gefliesten Terrassen. In beiden Fällen kann die Bewegung des Materials zu Rissen führen, durch das bei falscher Verfugung Wasser eindringen kann. Dies kann dann zu dauerhaften Schäden führen, die durch eine abdichtende und dabei gleichzeitig elastische und die Bewegungen ausgleichende Verfugung vermieden werden können. Hier sollte man zusätzlich mit einer sogenannten Hinterfüllschnur arbeiten, die große Hohlräume abdichtet und als Untergrund für die elastische Verfugung dient.

von Helmut Schwabe
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