Gartenpflege ganz leicht: Baumstümpfe entfernen
Einen Baum zu fällen ist in vielen Fällen eine eher einfache Aufgabe. Zurück bleibt jedoch ein Baumstumpf, der sich nicht mehr so leicht entfernen lassen will wie der Rest des Baumes.

Einfach wird die Entfernung, wenn es sich beim gefällten Baum um einen Flachwurzler wie beispielsweise eine Fichte handelt. Bis zu einem Stammdurchmesser von etwa 25-30 Zentimetern lässt sich die Wurzel von Hand ausgraben. Es sollte dafür etwa 1,50 Meter des Stammes stehen gelassen werden, anschließend wird rund um den Stumpf mit einem scharfen Spaten gegraben. Dünne Wurzeln lassen sich mit dem Spaten und etwas Kraft einfach durchstechen, für die robusteren Wurzelteile sollte eine Axt oder eine Säge bereitliegen. Ist jetzt um den Stumpf herum ein ausreichend tiefer Graben entstanden, kann der Rest des Stammes als Hebel genutzt werden, um den Stumpf mitsamt den letzten Wurzelresten herauszuhebeln.

Liegen die Wurzeln hingegen zu tief für diese Methode, wird die komplette Entfernung einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Baum kann in diesem Fall recht nah über dem Boden abgesägt werden. Die Verrottung des Stumpfes lässt sich beschleunigen, indem der Stumpf mit einer (Ketten-)Säge schachbrettartig bis zum Boden eingesägt wird. Alternativ lassen sich auch mit einem Holzbohrer einige tiefe Löcher in den Stumpf bohren. Anschließend wird etwas alter Kompost mit organischem Dünger oder Kompostbeschleuniger gemischt und in die Löcher oder Sägerillen gefüllt. Die im Kompost enthaltenen Pilzsporen und Mikroorganismen sorgen jetzt für eine rasche Zersetzung des Holzes.
Kommt diese Methode nicht in Frage, bleibt oft nur die Entwurzelung mit schwerem Gerät - kleine Bagger lassen sich vergleichsweise preisgünstig für kurze Zeit bei entsprechenden Nutzfahrzeug-Verleihfirmen ausleihen. Um den Stumpf sollte aber auch bei dieser Methode eine großzügiger Graben mit dem Spaten angelegt werden, um anschließend den Wurzelstrang anheben und entfernen zu können.

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