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Kalter Fußboden: Wie man dagegen vorgehen kann

Besonders Wohnungen in unteren Geschossen mindern die Lebensqualität ihrer Bewohner durch die Kälte des Fußbodens. Im Regelfall ist er nur mangelhaft isoliert, die Baustruktur veraltet. Lösunsgsideen gibt es aber zuhauf.

Ihr Fußboden ist im Winter immer kalt? Die lösung heisst Fußbodenheizung
© Michel Angelo - Fotolia.com
Keineswegs neu ist, dass ein Fußboden, der ausgekühlt ist, Krankheiten bedingen kann. Gerade Kinder sind hierdurch stark gefährdet. Durch unbedachtes und stundenlanges Herumtollen auf kaltem Boden können durchaus Schäden entstehen. Eine Erkältung könnte die Folge sein, bei Dauerbelastung aber auch eine Gefährdung der Nieren-Gesundheit. Der Organismus reagiert sehr empfindlich auf Auskühlung. Für Eltern ist es daher wichtig, Risiken zu vermeiden und auszugrenzen. Wissenswert ist, dass ein kalter Boden eine Mietminderung bis zu 30% möglich machen kann.

Die Auflage eines Teppichbodens gilt als sicherer Weg, ein Zuhause wohnlicher zu machen. So, mit einer Isolierungsdicke von etwa 1 cm, lässt sich die Kühle des Fußbodens überlagern wie auch schlichter Baustoff durch textiles Material überdecken. Teppiche halten nicht nur die Füße warm, sondern geben auch durch ansprechendes Design Wärme an die Umgebung ab. Dadurch können Räume vor der Wahrnehmung in Größe, Helligkeit und Farbwirkung stark beeinflusst werden. Kauft man einen Teppich, sollte dieser frei von Schadstoffen sein. Hierdurch lassen sich Kopfschmerzen und Lungenkrankheiten vermeiden. Kosten entstehen pro Quadratmeter zwischen 5 bis zu mehreren 100 Euro.

Auch Hausschuhe senken die Gefahr der Auskühlung. Unkompliziert zu nutzen, muss so nicht einmal ein Teppich verlegt werden. Diese Alternative ist zudem preiswert und kostet kaum mehr als 10 bis 30 Euro pro Paar. Ergänzend zu den Socken sind Schlappen mit warmer Wollefütterung anzuraten, die dazu eine Gummi-Sohle besitzen. Die Rutschfestigkeit, die von Gummi ausgeht, ist gerade dann von Vorteil, wenn der Boden nicht nur kühl, sondern auch glatt ist. Für Hausschuhe gilt das Gleiche wie für alle Textilien: Wer auf Schadstofffreiheit Wert legt, sollte sich nach Gütesiegeln umschauen. Billige Artikel sind zudem nicht sozialverträglich. Diese werden meist in schlecht entlohnter Arbeit und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen - häufig in Kinderarbeit - gefertigt. 70% der Kinderarbeiter werden nicht einmal bezahlt, arbeiten aber 12 Stunden am Tag.

Der Fußbodenkälte könnte auch durch die Abdichtung von Türen entgegengewirkt werden. Oft schließen diese nicht richtig ab, woraufhin Zug entstehen kann. Ebenso sollte an andere undichte Stellen der Wohnung herangegangen werden. Eine Luftdichtheitsprüfung kann dahingehend sinnvoll sein. In dieser wird ein Unterdruck erzeugt, der über den Einsatz von Rauchmitteln leicht zu undichten Stellen führen kann. Bezüglich der Kosten ist hier mit etwa 400 Euro zu rechnen.

von Nick Sommer
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