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Regenwasserzisterne sind mehr als nur bloße Sammelbecken

Regenwasserzisterne ist ein Behältnis zum Auffangen von Regenwasser, das im Haushalt wieder genutzt wird - für einen umweltfreundlichen Beitrag.

Regenwasserzisterne sind Sammelbecken für Regenwasser, die im modernen Wohnungsbau nicht fehlen dürfen. Oft werden die Behältnisse unterirdisch eingebaut. Sie werden aus Kunststoff, Stahl oder Beton hergestellt. Ihnen wird das Regenwasser meist von den Dächern zugeführt. Von dort gelangt es als Brauchwasser über ein Leitungssystem in den Haushalt, wo es für die Toilettenspülung oder Waschmaschine genutzt wird. Aber auch im Garten findet das gesammelte Regen zur Bewässerung der Beete und Pflanzen Verwendung. Regenwasserzisternen gibt es in unterschiedlichen Bauweisen.

Zisternen zum Sammeln von wertvollem Regenwasser sind keine Erfindung des neuzeitlichen ökologiebewussten Geistes. Weitläufige Bekanntheit hierzulande erreichten die Zisternen der Römer mit ihren langen Wasserläufen. Aber auch schon frühere Hochkulturen zum Beispiel in Ägypten kannten diese Wassersammelstellen, die den Menschen das lebenswichtige Nass sicherten. Sie sind die Vorläufer unseres heutigen Wasserversorgungssystems. Besonders in klimatischen heißen Gegenden wie Südeuropa waren sie auch in der jüngeren Vergangenheit gang und gäbe.

Dort wird in der Regel das Dach eines Hauses als Zisterne genutzt. In Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern werden die Wassertanks seit den öffentlichen Diskussion zu Umweltfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit immer mehr genutzt. Eine Zisterne ist schon Standard in der modernen Wohnungsbauweise. Aber solche Tanks können auch problemlos nachgerüstet werden.

Dazu reicht ein ausreichend tiefes Loch im angeschlossenen Garten, in das der Wassertank versenkt wird und so das Erscheinungsbild nicht stört. Eine Leitung ins nahe Haus ist schnell verlegt, ebenso der Zulauf vom Dach beziehungsweise vom Dachabflussrohr. Wer ausschließlich seine Beete und Pflanzen im Garten bewässern will, für den reicht eine oberirdische Regentonne als Zisterne aus.

Regenwassertanks aus Kunststoff können zwischen 1.000 und 30.000 Liter Wasser fassen. Größere Behälter werden aus Stahl gebaut, mit einem Fassungsvermögen von rund 150.000 Liter Wasser. Diese werden oft von Feuerwehren als Sammelwasser für Löschaktionen genutzt. Anbieter von Regenwasserzisternen bieten meist eine komplette Regewassernutzungsanlage mit Rohrleitungen und Filter. Wer handwerkliches Geschick hat, kann sich so eine komplette Anlage im und am Haus selbst montieren.

 
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von Boris Seidel  08.09.2008
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