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Immobilien Bewertung - Bei Kauf und Verkauf zu beachten!

Wenn man eine Finanzierung haben möchte, wird eine Immobilien Bewertung vorgenommen, bei der der so genannte Beleihungswert als Höchstgrenze für den Kredit ermittelt wird.

In eine Immobilien Bewertung fließen viele Faktoren ein.Die erste Position ist der Richtpreis pro Quadratmeter Grundstück. Dieser wird von Gutachterausschüssen ermittelt. Er wird anhand der durchschnittlich, in einer Region für vergleichbare Objekte gezahlten Preise gebildet. Damit erhält man einen Rohwert, der noch korrigiert werden muss, wenn man den Verkehrswert oder Beleihungswert ermitteln möchte. Bei der Wertkorrektur sind besondere Lasten und Beschränkungen (beispielsweise Denkmalschutzauflagen), die im Grundbuch eingetragen sind, zu beachten. Ach eingetragene Rechte zu Gunsten Dritter wirken sich bei der Immobilien Bewertung mindernd auf den zu erzielenden Preis aus. Die klassische und häufigste Form für solche Lasten sind Wege- und Leitungsrechte, die die Grundstücksnutzung einschränken.

Die Wertgutachten für Einfamilienhäuser nehmen die Erstellungskosten als Ausgangspunkt. Hiervon wird der bisherige Nutzungszeitraum als Wertminderung heraus gerechnet. Wurden umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, werden diese als positive Posten in Abhängigkeit von der bereits abgelaufenen nominellen Nutzungsdauer veranschlagt. Ein weiteres Kriterium ist der Gesamtzustand des Baukörpers. Dieser kann durch schädigende Einflüsse im Wert deutlich gemindert sein. Das kann beispielsweise eine Durchfeuchtung oder Schimmelbildung sein. Bei der Immobilien Bewertung für Mehrfamilienhäuser werden zusätzlich Faktoren, wie die Vermietbarkeit, einbezogen. Dazu gehört auch die Wohnlagebewertung, die vor allem die vorhandene Infrastruktur, wie Kindereinrichtungen, Schulen, Ärztehäuser und Erholungsmöglichkeiten, sichtet. Darüber hinaus wird die erzielbare Jahresmiete in die Wertermittlung integriert. Für die Berechnung der durchschnittlichen Jahresmiete nutzt man die jeweils aktuellen Mietspiegel, die es für die betreffende Region gibt. Sie werden von den zuständigen Kommunen in dem meisten Fällen jährlich neu erarbeitet und berücksichtigen die Besonderheiten bei der Wohnlage. Natürlich muss die aktuelle Marktlage bei der Immobilien Bewertung beachtet werden. Das gilt vor allem bei der Ermittlung des Beleihungswertes, für den man als Basis den Verkehrswert einer Immobilie heranzieht. Der bemisst sich aus den durchschnittlichen Verkaufspreisen, die aktuell für ähnlich geartete Objekte erzielt werden können. Je nach Bank können zwischen fünfzig und achtzig Prozent des ermittelten Verkehrswertes mit einem Kredit beliehen werden, wenn das Grundstück ansonsten lastenfrei ist.

von Andrea Korn
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