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Mietwohnungen in Hamburg: Nachfrage ist deutlich höher als das Angebot

Hamburg ist ein attraktiver Wohnort, dafür sorgen eine florierende Wirtschaft, die gut ausgebaute Infrastruktur und ein reiches Angebot an Kultur. Auf den Markt für Mietwohnungen hat das nicht nur positive Auswirkungen.

mietwohnungen in hamburg
© Harald07 - Fotolia.com
Die Stadt Hamburg liegt an der Elbe, rund 110 Kilometer von der Mündung des Flusses in die Nordsee entfernt. Mit 1,8 Millionen Einwohnern ist sie die zweitgrößte deutsche Metropole und gilt als eine der kaufkräftigsten Regionen des Landes. Die allgemeine Entwicklung auf dem Hamburger Wohnungsmarkt ist vergleichbar mit der Situation in anderen Großstädten: Der Wohnungsbau wurde jahrelang vernachlässigt, während gleichzeitig immer mehr Menschen in die Stadt drängen. Für Vermieter ist das eine attraktive Situation, steigen doch die Mieten kontinuierlich an. Doch vor allem Menschen mit geringen Einkommen haben große Probleme, eine bezahlbare Mietwohnung zu finden. Von 30.000 fehlenden Wohnungen spricht die in der Stadt regierende SPD, Mietervereine gehen sogar noch von einem wesentlich höheren Fehlbestand aus.

Generell gilt, dass die Mieten umso höher sind, je näher eine Wohnung an der Alster liegt. Doch auch Stadtviertel wie Ottensen, Sternschanze, St. Pauli und das östlich des Hauptbahnhofs gelegene St. Georg zählen längst zu den begehrten Wohnlagen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt bei 10,45 Euro pro Quadratmeter, in besonders attraktiven Vierteln wie der neu gebauten Hafencity sogar bei 19 Euro.

Nur langsam steuert die Stadt dieser Entwicklung entgegen. Im Gleisgebiet des Bahnhofs Altona sollen in diesem Jahrzehnt mehrere Tausend Eigentumswohnungen entstehen. Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Saga/GWG plant mehrere Bauprojekte. Vergleichsweise günstiger Wohnraum findet sich noch in einigen Randbezirken, insbesondere im lange vernachlässigten Gebiet südlich der Elbe. Hier sind vor allem in Wilhelmsburg und Veddel städtische Initiativen entstanden, die bezahlbaren Wohnraum für Studenten und Familien fördern.

von Stefan Bartel
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