Das Glasdach, eine Konstruktion mit vielfältigen Funktionen
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China ist für viele Traditionen und Werte bekannt. Zu diesen Traditionen zählen Vorgehensweisen, die man in europäischen Ländern eher eigenartig und seltsam findet. So stößt die chinesische Tradition, kleinen Mädchen die Füße zu binden und zu brechen, damit sie klein und zierlich bleiben, in unseren Landen eher auf Unverständnis. Schließlich bedeutet dies für die Kinder schlimmste Schmerzen Zeit ihres Lebens, da die Füße für immer verkrüppelt sind. Andere Traditionen stoßen da auf mehr Gegenliebe. So ist China das Mutterland des Teeanbaus. Diese Tatsache spiegelt sich auch in der traditionellen Teezeremonie wider, bei der ein chinesisches Teeservice verwendet wird. Allerdings ist die Zeremonie, wie sie von den Chinesen gepflegt wird, nicht annährend so steif wie die verfeinerte Form der Japaner.

Die chinesische Teezeremonie unterscheidet sich stark von der deutschen Kaffeestunde. Wird sie traditionell durchgeführt, hat sie etwas sehr Rituelles. So reiniget der Teemeister als Erstes die Teeschalen und die Kanne mit heißem Wasser. Anschließend wird die Kanne mit Teeblättern befüllt, die dann mir kochendem Wasser übergossen werden. Ein großer Unterschied zur hiesigen Art des Teetrinkens besteht nun darin, dass in China dieser erste Aufguss nur die Blätter öffnen soll und nicht getrunken wird. Dieser erste Aufguss wird als „Aufguss des guten Geruchs" bezeichnet. Erst der zweite Aufguss, der „Aufguss des guten Geschmacks", wird dann auch getrunken. Dafür wird die Kanne ein zweites Mal mit Wasser befüllt und zwischen 10 und 30 Sekunden ziehen gelassen. Damit auch jeder Teilnehmer die gleiche Aufgussqualität erhält, gießt der Zeremonienmeister den Tee nach und nach abwechselnd in jede Tasse. Bei sehr guter Teequalität können so aus denselben Teeblättern bis zu 15 Aufgüsse gemacht werden.
Das Besondere, neben der Art der Anrichtung des Tees, ist bei diesen Zeremonien das Teeservice. Zuerst bestand das Teegeschirr nur aus einfachen Teeschalen, doch während der Song-Dynastie änderte sich das. Die Tee-Utensilien wurden als Besonderheiten betrachtet und gesammelt. Die Kunst der Porzellanherstellung stammt bekanntermaßen aus China und diese Kunstfertigkeit wirkte sich auch auf das Teegeschirr aus. Chinesisches Teeservice wird traditionell aus feinstem Porzellan gefertigt, ist so dünn, dass man problemlos die Zeitung durchlesen kann und wird kunstfertig bemalt.
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