Die russische Sauna: vom Schwitzen und Schlagen
Das russische Saunahaus, Banja genannt, hat eine lange Tradition. Das Saunieren ist in Russland ein Ritual. Hier wird geplaudert, gegessen, getrunken und entspannt. Selbst in Russlands Regierungssitz gibt es eine Banja.

Der Ablauf eines Banja-Besuchs ist eine Mischung aus Entspannung, Schwitzen und Geselligkeit. Im Waschraum verschafft man sich vor und während des Saunierens mit kaltem Wasser Abkühlung. Der Entspannungsraum wird zwischen den einzelnen Gängen aufgesucht, um zu essen und zu trinken. In Russland werden hier meist deftige Speisen sowie Tee oder auch alkoholische Getränke verzehrt. In den europäisierten Banjas werden hingegen Früchte und Wasser zur Regeneration gereicht. In der Banja werden dem Gast, nach reichlichem Schwitzen, Bündel aus Birkenzweigen gereicht. Mit den sogenannten Weniks wird der Körper dann abgeschlagen – das fördert die Durchblutung der Haut und regt den Kreislauf zusätzlich an. Schon die russischen Zaren schworen auf das Schlagen mit den Birkenwedeln als Verjüngungskur. Auch Einreibungen mit Salz oder Honig, als Peeling oder Feuchtigkeitsspender, sind üblich und sollen den Körper zusätzlich reinigen und vitalisieren. In Russland werden in der Banja die Geschlechter, entweder durch unterschiedliche Besuchszeiten oder durch abgetrennte Räume, streng getrennt.
Ein Besuch in der Banja soll, neben der Durchblutung, auch die Kondition verbessern und Muskelverspannungen lösen. Menschen, die unter Entzündungen, Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Problemen oder Gefäßverengungen leiden, sollten aber vom Saunabesuch absehen.


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