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Claus-Holger Tönnies

Dachsanierung sind Dachbeschichtungen eine Alternative?

Auf Homepages, in Verzeichnissen oder Foren, überall findet man Informationen über die Dachbeschichtung. Einige sagen Dachbeschichtungen seien gefährlich, andere behaupten das Gegenteil. Warum?

Grundsätzlich ist es doch so, die Dachbeschichtung hat sich nicht im Dachdeckerhandwerk entwickelt, sondern beruht auf einer Idee von Farbherstellern. Ausgehend von der Tatsache, dass die Industrie schon vor gut fünfunddreißig Jahren dazu übergegangen ist, ihre Dachsteine mit einer werksseitigen Oberflächenbeschichtung zu versehen, waren die Folgen eigentlich vorhersehbar. Da wo Farbe drauf ist, kann sie auch wieder abwittern. Farben machen das nun einmal so. Und bewitterter Beton hat eine ziemlich raue Oberfläche, die Flechten Moos und Algen förmlich dazu einlädt, sich hier festzusetzen und zu wachsen. Das sieht nun einmal nicht wirklich schön aus.


Und nach Auffassung von Farbenherstellern muss da wo vorher Farbe war anschließend auch wieder Farbe hin, zumal die Haltbarkeit von Dachsteinen 80 Jahre und länger betragen kann. So wurden Dachbeschichtungen geboren. Eine logische Folge. Auch eine logische Folge, unter einer Dachsanierung versteht jeder Dachdecker die Reparatur oder eine Neudeckung des Daches. Den Umgang mit Beschichtungsstoffen und Farben hat er nicht gelernt. Es ist schwer vorstellbar, dass ein Dachdecker seinen Meisterbrief macht nur um hinterher mit ein paar Kannen Farbe über das Dach zu laufen. Kein Wunder also, dass Dachbeschichtungen nicht in das Berufsbild passen und somit abgelehnt wurden. Das ist wie mit dem Bauer, was der nicht kennt... So geht es eigentlich bis heute.


Anfänglich mögen die Farbhersteller vielleicht ernüchtert gewesen sein. Vermutlich aber nicht lange, denn von Verbrauchern kam eigentlich eine sehr große Resonanz. Dachbeschichtungen wurden stark nachgefragt. Und wo erst einmal eine gewisse Nachfrage vorherrscht, finden sich auch immer Anbieter. So konnte bis heute die Dachbeschichtung bis heute immerhin einen Marktanteil von geschätzten 10% erobern. Nicht am Gesamtmarkt der Dachsanierung, sondern nur bezogen auf Dachsteine. Wenn ein Dach keine gravierenden Mängel aufweist und die Dachisolierung auf einem ausreichenden Stand ist oder nachträglich eingebaut werden kann, scheint eine nachträgliche Dachbeschichtung eine durchaus akzeptable Möglichkeit, zumal der Preisabstand im Vergleich zu einer Neudeckung des Daches schon enorm ist.


Für den Verbraucher ist aber besonders wichtig, dass er sich seinen Fachbetrieb gut aussucht. Anders als bei Malern oder Dachdeckern die anerkannte Handwerke sind, gibt es für Dachbeschichtungen kein Ausbildungsverzeichnis. Sie sind kein Lehrberuf. Wenn ein Dachdecker sie in seinem Angebot führt, ist es gut, bei einem Maler auch. Ansonsten muss der Verbraucher einfach darauf achten, dass der Anbieter schon einige Jahre auf dem Markt ist und auch gute Referenzen vorweisen kann. Diese sollten auch immer persönlich überprüft werden.

 
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Claus-Holger Tönnies  13.02.2008
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Fragen zum Beitrag: “Dachsanierung sind Dachbeschichtungen eine Alternative?”

 

Kommentare

Bisherige Kommentare: 7
Autor:

DAEX UG [Gast]

Guten Tag,

wir bitten ab dem 16.11.2009 einen neuen Online-Shop im Bereich Keller und Dachgeschossdämmung.

Sie erreichen uns unter:

www.geschossdeckendaemmung.de

Autor:

Möller [Gast]

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Sehr geehrter Herr Tönnies, ich als Dachdeckermeister habe wahrscheinlich genau so viel Ahnung vom Sternen deuten wie Sie von Ihrem geschriebenen Artikel, nämlich gar nicht! Tipp meinerseits, erst informieren und dann analysieren!

Autor:

Rudolf [Gast]

Sehr verehrter Herr Tonnies,

es gibt genaue Definitionen was eine Dachsanierung ist. Zudem kommen noch einige Gesetze, welche eine Dachbeschichtung zu 99% nicht zulassen. Weiterhin ist aus Erfahrung festzustellen, dass die nachträglichen Dachbeschichtungen viel schneller abwittern wie die ursprünglichen aufgebrachten Farbgebungen der Betondachsteine. Zugesagte Eigenschaften stellen sich als "nicht gegeben" heraus. Tonziegel sollte man erst gar nicht beschichten. Das beschichten von asbesthaltigen Materialien (z.B. Wellplatten) ist unter Bußgeld verboten.

Es gibt unzählige Gutachten über Dachbeschichtungen, welche eindeutig mit ausreichenden Begründungen und Belegen eine Beschichtung für unsinnig erklären.

Vielleicht einfach mal darüber nachdenken und vor allem vorher erkundigen und dann schreiben.

MFG

Ein Dachdecker- und Malermeister

Autor:

Müller [Gast]

Ich bin selbst seit über 20 jahren in der Branche beschäftigt. Und muss in einigen Punkten was die gesetzes Lage angeht meinem Vorredner zustimmen. Aber dass mit den 99% stimmt auf keinem Fall. Klar man kann nicht jeden Farbton verwenden, weil das Amt für Bauwesen da schon manchmal bestimmte Farbtöne vorgibt. Am schlimmsten ist dies bei denkmalgeschützen Häusern. Des Weiteren kann ich auch nur davon abraten diese arbeiten von einem Neuling auf dem Markt machen zulassen, sei denn er hat wirklich gute Referenzen. Weil man kann durch falsche Arbeitsweise wirklich mehr schaden anrichten, als es nutzen einbringt. Deswegen sollte man auch keine billige Dachbeschichtung (Farbe ) wählen, sondern eine die durch Quallitätstests überzeugt hat.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Müller (gelernter Fußbodentechniker)

Holz- und Bautenschutz (20 jährige Berufserfahrung)

http://www.mr-dachsanierung.de

Autor:

Robert [Gast]

Also grundsätzlich ist das Problem der "Verfeindung" von Dachdeckern und Dachbeschichtern hausgemacht. Viele Dachdecker wollen logischerweise die Dächer neu decken und versuchen so die Beschichtung zu defamieren. Wenn man das ganze jedoch nüchtern betrachtet fragt man sich, wenn das Beschichten "SOOO" schlecht wäre WARUM GIBT ES DANN DACHDECKER DIE AUCH BESCHICHTEN??? Also mein Nachbar hat vor 10 Jahren beschichten lassen und es sieht immer noch hübsch und ordentlich aus und zufrieden ist er bis heute. Ich habe vor 2 Jaren neu decken(+neuer Dachstuhl) lassen weil ich aufgestockt habe aber ansonsten wäre es eine wirkliche Alternative gewesen. Also villeicht ein wenig leben und leben lassen und dann wird alles gut ;-)

LG

R.G.

P.s.: NEIN, mein lieben Dachdecker ich bin ein kleiner Bürohengst, keiner eurer ach-so-bösen Dachbeschichter

Autor:

Spodarek [Gast]

Wieder mal ein Forum über die Dachbeschichtung mit schönem Ansatz zur Aufklärung aus dem fundierten Wissen des Herrn Tönnies heraus.

Allerdings bleibt der Kunde wieder mal auf der Strecke was er nun glauben soll.

Mit freundlichen Grüssen

Spodarek

http://www.spodarek-dachbeschichtungen.de

Autor:

Felix Nauman [Gast]

HIER MAL DIE WEBSEITE EINES RICHTIG GUTEN BETRIEBES MIT LANGJÄHRIGER ERFAHRUNG UND TOP REFERENZEN.

http://www.hbv-dach.de

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