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Möchten Sie einen Poster, Leinwanddruck, Leinwandbild, oder einfach ein Foto gerne bestellen, wissen aber nicht wie man die Daten bzw. Bild vorbereitet, dann kann die nachfolgende Information für Sie interessant sein.
Den Lesern, die sich mit dem Thema Bildbearbeitung, Leinwanddruck, Fotoleinwand, auskennen, kann der Artikel als überflüssig vorkommen, doch aus unserer mehrjährigen Erfahrung wissen wir, dass viele Menschen sich mit dem Thema schwer tun und es nicht selbstverständlich ist, dass jeder der eine Digitalkamera besitzt auch mit dem Photoshop oder ähnlichen Programmen umgehen kann.
Zunächst stellt sich die Frage: Womit kann ich das Bild für den Druck bearbeiten?
Es gibt eine Menge Bildbearbeitungsprogramme.

Adobe Photoshop ist davon meist verwendetes aber auch das teuerstes Programm.
Daher würde ich für solche zwecke Adobe Elements (ab Zirka 80€ erhältlich) oder Gimp (kostenlos) empfehlen. Beide Programme leisten viel mehr als jeder Normalverbraucher braucht und die gibt es für PC und Mac. Falls Sie sich jedoch profissionell mit Bildbearbeitung beschäftigen möchten ist Adobe Photoshop unentbehrlich.
Hier einige Begriffe:
Pixel
Was ist ein Pixel?
Über Pixel kann man viel erzählen wir nehmen uns nur das was wir brauchen vor.
Ein Pixel ist ein Punkt, das kleinste Element des Bildes. Jedes Bild bestehen aus Millionen von Pixel. Je mehr davon ein Bild aufweist desto größer kann man das Bild reproduzieren, also auf größeres Leinwand oder Poster drucken.
Auflösung ist die Anzahl von Pixel im Bezug auf eine Bestimmte Fläche, wird meist in DPI gemessen. Richtiger wäre es PPI (Pixel pro Inch) aber fast kein Anbieter benutzt die Messeinheit.
Auflösung in DPI ist die Anzahl von Pixel auf einer Fläche von 1² Inch (2,54cm)²
Als Standartauflösung für einen perfekten Druck gilt eine Auflösung von 300DPI ist jedoch für die Formate die für Leinwanddruck oder Poster interessant sind (ab A3 cirka 30x40) mit herkömmlichen Digitalkamera nicht erreichbar.
Deshalb gibt es Untergrenzen. Minimale Auflösung in DPI für ein bestimmtes Druckverfahren bzw. Druckmedium.
Für einen Leinwanddruck oder Leinwandbild ist die minimale Auflösung von 72 DPI notwendig.
Für einen Fotoabzug bis A4 ist eine Auflösung von 300 DPI optimal.
Für ein Foto-Poster bis A1 ist eine Auflösung von 150DPI notwendig.
Für ein Foto-Poster ab A1 oder größer ist eine Auflösung von 100DPI notwendig.
Aus unserer Erfahrung sind dies die optimalen Werte für oben genannte Drucke, doch bei andren Anbietern findet man durchaus abweichende Werte. Auch kommt es oft auf das Motiv an, daher empfiehlt es sch vor dem Druck auf alle Fälle sich zu erkundigen.
Nun woher bekomme ich denn die Auflösung in DPI für ein bestimmtes Format?
Sie öffnen Das Bild im Adobe Elements oder Photoshop.
Auf der oberen Leiste gibt es eine Spalte „Bild“. Dort wählen Sie den Menüpunkt „Bildgröße“ aus.
Jetzt sehen Sie 5 Werte. Die beiden oberen Werte sind die tatsächliche Auflösung Ihres Bildes ohne Bezug auf bestimmte Flächen. Zum Beispiel Länge 2000 Pixel Breite 3000 Pixel.
Das heißt Ihr Bild oder Foto besitzt eine Auflösung von 6 Megapixel (2000x3000=6.000.000 Pixel)
Die 3 unteren Werte sind Höhe in cm Breite in cm und die Auflösung in DPI(pixel/inch).
Falls bei Ihnen andere Messeinheiten erscheinen (mm oder pixel/cm statt pixel inch ) korrigieren Sie die Einheiten in CM und ganz unten in Pixel/Inch.
In unserem Fall haben wir jetzt folgende Werte angenommen:
Tatsächliche Auflösung Höhe 3000 Pixel Breite 2000 Pixel
Bildformat 16,93cm x 25,4 cm Auflösung 300DPI
Jetzt wollen wir aber ein 60cm x 80cm Leinwandbild mit unbedruckten Rand bestellen.
Bei bedruckten Rand hätten wir ein Bild in 65cm x 85cm Format nehmen müssen da der Rand um den Rahmen aufgezogen wird.
Bitte beachten Sie bei Formatauswahl dass Sie ungefähr die Seitenverhältnisse einhalten.
Sonst ist mit erheblichen Motivverlusten zu rechnen. Ein etwas übertriebenes Beispiel:
Sie machen aus einem Panorama Bild ein Quadratisches Leinwandbild. Es werden logischer Weise Links und Rechts große Teile von dem Bild verloren gehen.
So gehen wir weiter und schließen das Fenster Bildgröße.
Für besseren übersicht verkleinern wir das Bild mit der Tastenkombination STRG Minus bis wir das komplette Bild auf dem Bildschirm sehen können.
Dann wählen wir aus der Werkzeugleiste Crop Tool aus, Sie können das Tool auch durch das Betätigen der Taste „C“ Auswählen.
Oben unter dem Menüspalten erscheinen 3 Felder Breite, Höhe und Auflösung.
Geben wir das Format für Leinwanddruck.
Breite 60cm und Höhe 80cm ein. Das Feld Auflösung lassen Sie leer.
Jetzt ziehen wir mit dem Maus (linke Maustaste gedrückt halten) von Oben bis nach Unten des Bildes. Wir sehen das wir oben und oder unten oder ein bisschen von beiden Seiten des Motivs verlieren werden. Das Seitenverhältnis stimmt nicht ganz ist aber in meisten Fällen für Leinwanddruck nicht weiter schlimm. Wir können jetzt die Auswahl mit dem Maus nach oben oder nach unten bewegen um zu bestimmen was weggeschnitten wird.
Nachdem Sie den Bereich bestimmt haben drücken Sie oben auf grünes Häckchen, damit bestätigen Sie die Auswahl.
Meistens wird aber beim Leinwanddruck ein Rand benötigt der um den Rahmen geklappt werden muss, daher erklären wir nachfolgend was Sie hier beachten sollten.
Jetzt wollen wir wissen ob die Datei für unseren Leinwanddruck überhaupt geeignet ist.
Wir schauen wieder unter Spalte „Bild“. Dort wählen Sie den Menüpunkt „Bildgröße“.
Jetzt sehen wir folgendes:
Tatsächliche Auflösung Höhe 2667 Pixel Breite 2000 Pixel
Bildformat 60cm x 80cm Auflösung 84,677 DPI
Also bei einem 60x80 Leinwandbild haben wir 84,677 DPI Auflösung
Die Auflösung ist größer als 72DPI somit ist die Datei geeignet für Leinwandbild in 60x80 Format.
Nun können Sie Anhand dieser Beispiele Ihre Bilder für beliebige Formate anpassen bzw. auf Eignung prüfen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um unsere Erfahrungen nicht um wissenschaftlich bewiesene Fakten. Wir hoffen jedoch dass wir Ihnen einige Fragen beantworten konnten.
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Kommentare
Verwirrter [Gast]
Hmmm irritiert nur mich das, dass in diesem Text die Auflösungzahl runtergeht (die Auflösung also gröber wird) je größer die Bildfläche wird? (Also A1 braucht nur 100 DPI Auflösung während ein A4 (also ein 8x kleineres Bild) plötzlich 300 DPI, also die dreifache Menge an Infos braucht??)
Nicht wirklich verwirrter Gast [Gast]
Lieber verwirrter Gast,
der Betrachtungsabstand ist ausschlaggebend:
Beispiel Wohnzimmer: HDTV arbeitet mit etwas über 2Mio Bildpunkten (1920x1080)). Bildbreiten von 120cm sind für HDTV-Fernseher nichs besonderes mehr. Das hieße pro Zentimeter gerade mal 16! Bildpunkte.
Im Kino wird ein ca. 4Mio Pixelbild auf Leinwände von 10 und mehr Meter Breite projiziert. Bitte selber ausrechnen...
Das große HDTV Bild schaut man sich aus einer Entfernung von 4 - 5 Meter an, im Kino sitzt man noch viel weiter von der Leinwand entfernt.
Ein 10x15 Foto betrachtet man dagegen aus etwa 50cm Entfernung.
Das menschliche Auge kann aus dieser Entfernung etwa 12 Linien pro Millimeter erkennen.
Rechnen:
12 x 10 = 120 Linien/Punkte pro Zentimeter oder 304 pro Zoll.
Schau Dir mal große Werbeplakate an der Straße an: Aus der Nähe betrachtet siehst Du nur ein stark gerastertes Bild. Aus 10 Meter Entfernung betrachtet wirkt es dagegen wie das 10x15 Foto in Deiner Hand.