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Wellensittiche als Haustiere: Was ist zu beachten?  

Ein Hund als Haustier bedeutet viel Bewegung und Auslauf, den das Tier benötigt, eine Katze hat auch ihre Eigenheiten, aber wie sieht es aus beim Thema Wellensittiche? Was muss hier beachtet werden?

Jedes Haustier bedeutet Verantwortung und dieser sollte man sich auch bewusst sein, bevor man sich ein Tier anschafft. Zunächst einmal sollte man wissen, dass Wellensittiche ursprünglich und in Freiheit eigentlich in einem Schwarm leben – sie zählen zu den Papageienvögeln und Einzelhaltung ist für einen Wellensittich eine Qual.

Viele Menschen allerdings begehen genau diesen Fehler und freuen sich dann, wenn der Wellensittich irgendwann sogar anfängt, die Sprechgeräusche nachzuahmen und ganz besonders zutraulich wird. Man sollte dazu aber vor allem eines wissen: Nur in Einzelhaft gehaltene Wellensittiche neigen hierzu – und dann auch nur, wenn man sich sehr viel mit ihnen beschäftigt.

Wellensittiche sind jedenfalls keine Tiere, die man in einen Käfig sperrt und sie einfach nur anschaut, auch in einer paarweisen Haltung benötigen sie Beschäftigung und Zuwendung. Allerdings dauert es bei Paaren etwas länger, bis sie handzahm werden und das „Sprechen“ eines Wellensittichs, das ohnehin nur unter unnatürlichen Haltungsbedingungen entsteht, wird bei Sittichen, die man als Paar hält, wahrscheinlich niemals eintreten.

Man sollte die Tiere bereits als Paar kaufen – hält man erst einen Sittich und kauft einen zweiten hinzu, kann es zu Beißereien unter den Tieren kommen, da der bereits vorhandene Wellensittich sein Revier verteidigt und der Dazugekommene sich eines erobern möchte.

Kauf man sie als Paar, ziehen sie gemeinsam ein und gewöhnen sich vom ersten Tag an nicht nur gemeinsam an die neue Umgebung, sondern auch aneinander. Der Käfig sollte groß genug sein und auch außerhalb des Käfigs sollte noch ein Ort für die Tiere geschaffen werden: ein paar Zweige oder eine Art Klettergerüst, denn wenn sie sich eingewöhnt haben, sollte man sie auch täglich etwas in der Wohnung fliegen lassen.

Wichtig ist in diesem Fall darauf zu achten, dass Türen und Fenster geschlossen sind. Ein entflohener Wellensittich kann in der freien Natur nicht lange überleben. Täglich frisches Futter ist ebenso wichtig wie regelmäßige tägliche Zuwendung.

Alle paar Wochen sollte man die Tiere zum Krallen schneiden zum Tierarzt bringen. Wer seine Vögel aufmerksam beobachtet, wird auch Krankheiten schnell bemerken. Wenn der Vogel Federn verliert, sich selbst rupft oder apathisch wirkt, ist der Gang zum Tierarzt unvermeidlich.

Wellensittiche werden durchschnittlich sieben bis acht Jahre alt. Unter allerbesten Haltungsbedingungen können sie auch bis zu vierzehn Jahren alt werden.

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