Kleine Hunde und ihre Besonderheiten
Viele Menschen wünschen sich einen Hund, doch gerade für die Menschen, die in der Stadt leben in einer ganz normalen Wohnung, bieten sich eher kleine Hunde an – doch sind sie genügsamer als große Hunde?
In einer Stadtwohnung ist es undenkbar, sich einen Schäferhund zu halten oder einen Rottweiler, auch wenn man das vereinzelt sieht. Die Besitzer äußern sich häufig recht gelassen und erklären, dem Hund würde die kleine Wohnung nichts ausmachen – und meinen damit allerdings eher, dass der Hund nicht unangenehm auffällt. Er wird natürlich lernen, sich vorsichtig in der Wohnung zu bewegen, damit er nichts umstößt, doch artgerecht ist dieses Verhalten natürlich nicht.
Ein kleiner Hund kann jedoch ebenso viel Auslauf benötigen, dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein. Kleine Hunde haben auf Grund ihrer geringen Größe weniger bis gar keine Gelegenheit, etwas in der Wohnung umzustoßen und grundsätzlich fällt ihnen die Bewegung leichter. Doch wenn es um den Auslauf geht, ist ein Hund ein Hund, egal ob groß oder klein.

Kleine Hunde haben häufig ein stärker ausgeprägtes Temperament als große Hunde. Sie flitzen und rennen häufig sogar mit viel mehr Begeisterung als ein großer Hund.
Grundsätzlich, von den Haltungsbedingungen her kann man Bewohnern von Stadtwohnungen generell eher einen kleinen Hund empfehlen. Doch hinaus muss er trotzdem, flitzen muss er können, er braucht Gelegenheit zu spielen, zu schnuppern, zu laufen, sich zu bewegen wie jeder Hund. Wer also in der Stadt lebt, sollte vorher klären, ob genügend Auslaufmöglichkeiten vorhanden sind – und ob man auch die notwendige Zeit aufbringen kann, um fünf oder sechs Mal täglich Gassi zu gehen.
Kleine Hunde sind häufig aufgeregter, auch diese Tatsache sollte man sich bewusst vor Augen führen. Sie werden häufig als „Kläffer“ bezeichnet. Das liegt daran, dass sie ebenso wie die großen Kollegen ihre Familie und ihr Zuhause verteidigen möchten. Aber sie wissen durchaus, dass sie klein sind und in der Regel nicht viel ausrichten können. So sollte es nicht verwundern, wenn sie häufig recht nervös auf unbekannte Geräusche reagieren und scheinbar sinnlos kläffen. So sinnlos ist das nämlich gar nicht – es ist ihre Art, sich Respekt zu verschaffen, darauf aufmerksam zu machen, dass sie auch noch da sind.
Letztlich benötigt ein kleiner Hund auch eine ebenso umfangreiche Betreuung durch einen Tierarzt wie ein großer Hund. Und schaut man sich die Unfallstatistiken an, sind es eher aufgeregte kleinere Hunde, die Haftpflichtschäden verursachen. Eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung ist also nicht nur für große Hunde ratsam, sondern auch für kleine.
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