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Als Vater der Jack Russel Terrier wird John Russel, der 1795 in der Grafschaft Devon in West-England geboren wurde und als Pfarrer arbeitete, bezeichnet.Aufgrund seiner immensen Leidenschaft für das Jagen und Fischen tauften ihn seine Freunde auf den Namen „Jack Hunting Parson (engl. für jagender Pastor) Russel“, was den Ursprung der heutigen Rassebezeichnung erklärt. Noch während seines Theologie-Studiums an der Universität von Oxford traf John Russel einen Milchmann, dessen Hündin namens „Trump“ ihn offensichtlich nachhaltig beeindruckte: Er kaufte die kleine Hündin sofort ab und erklärte sie zur Stammmutter seiner geplanten Züchtung. Über Trumps Äußeres kann heute nur spekuliert werden; Schätzungen, die anhand einer Zeichnung gemacht wurden, zufolge war sie in etwa 35 cm groß und wog ungefähr sechs Kilo; ihr Fell soll rau und weiß mit einigen bräunlichen Abzeichen gewesen sein.

Insgesamt muss das Erscheinungsbild dieser Hündin stark dem eines Fox Terriers geähnelt haben. Irgendwann zwischen 1815 und 1819 - über das genaue Datum weiß man nichts - begann also die Geschichte des Jack Russel Terriers: Russel wollte mit Trump, die er allein aus optischen Gründen übernommen haben soll, eine Terrierzuchtlinie aufbauen, die sich durch ihre Eignung als Begleiter bei Fuchsjagden auszeichnete. Der - freilich erst heute so, damals noch „Arbeitsterrier“ (engl. Working Terrier) genannte - Jack Russel Terrier sollte also unbedingt ausdauernd sein, um die oft mehrere Stunden dauernde Jagd unbeschadet zu überstehen. Darüber hinaus mussten die Hunde über ein hohes Maß an Furchtlosigkeit verfügen, um sich den Beutetieren mutig entgegenzustellen. Auch im Hinblick auf den Körper der Tiere wurde ein gewisser Standard vorausgesetzt: Schließlich war es mitunter notwendig, dass der Jagdhund einem flüchtenden Fuchs in seinen engen Erdbau nachfolgte. Ein zu hohes Maß an Aggressivität durfte der Jack Russel jedoch nicht aufweisen, denn hätte er die Füchse stark verletzt, wäre dies im Sinne der Jagd als äußerst unsportlich aufgefasst worden und hätte die sofortige Beendigung der Veranstaltung bedeutet. In Sachen Jack Russel Zucht bewies der englische Pfarrer offensichtlich ein gutes Gespür, denn seine Tiere waren ob ihres Wesens unter Jägern sehr gefragt. Etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts herum gehörte Russel mit seinen Jack Russel Terrier Welpen daher zu den gefragtesten Züchtern Westenglands. Der noch heute gültige Name für die Rasse nach ihrem „Vater“ John Russel entwickelte sich erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Bis zur offiziellen Anerkennung der Rasse von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) dauerte es allerdings noch viele Jahre: Die Gesellschaft, die für das einheitliche Festlegen der Rassestandards von Hunden sowie der Bestimmungen in Sachen Zucht zuständig ist, ernannte den Jack Russel Terrier im Jahre 2000 zur eigenständigen Gattung. Die Differenzierung zwischen Jack Russel Terrier und Parson Russel Terrier wurde erst einige Zeit später vorgenommen. Obschon es eher unwahrscheinlich ist, dass die Hunde der heutigen Rasse Jack Russel Terrier in direkter Linie von John Russels Hündin Trump abstammen, bezeichnet man den englischen Pfarrer nach wie vor als den Begründer des Standards, schließlich entsprechen Wesen und Aussehen in vieler Hinsicht auch heute noch dem damals festgelegten Zuchtziel. Es existieren darüber hinaus nach wie vor einige Züchter und Vereine, die den Jack Russel Terrier noch heute nach den damaligen Vorgaben züchten, diese Urform wird jedoch inzwischen nicht mehr als reinrassig anerkannt.
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