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Carving-Ski: Eine Trendsportart auf dem Weg nach oben

Der Skisport hat eine lange Entwicklung hinter sich. So hat sich nicht nur das Material der Ski, sondern auch die Fahrweise auf der Piste während der letzten Jahrzehnte entscheidend verändert.

carving-ski
© GOL - Fotolia.com
Als in den 80er Jahren das Snowboard, zusammen mit einer Menge anderer Trendsportarten, aus den USA nach Europa kam, gab es keinen Grund anzunehmen, dass sich dieser Sport lange halten würde. Ohne viel Aufsehen verschwanden auch die meisten Trendsportformen sehr schnell wieder oder richteten sich, wie das Bungee-Jumping, in der Nische der Extremsportarten ein.

Trend- und Extremsportarten

Anders das Snowboard, das sich in seinen Formen weiterentwickelt und es mittels steigender Sicherheitsstandards, bis in alle Schichten der Wintersportler geschafft hat. Mit der Gründung der ISF 1990 wurde eine Dachorganisation geschaffen und wenig später konnten die ersten offiziellen Turniere und Wettkämpfe stattfinden.

Mit der Auszeichnung als olympische Disziplin wurde der letzte Schritt getan, dem Sport zur Anerkennung als Massensport zu verhelfen. Das Snowboard hat aber einen noch weit größeren Einfluss auf die Skiwelt ausgeübt.

Die Wurzeln des Carving-Ski liegen im Snowboarden

Während auf normalen Ski nur gerade Linien gefahren werden, sodass die Fahrlinie einen Zickzack-Kurs beschreibt, entspricht die Fahrt mit den Snowboards mehr der Form einer S-Linie. Das liegt daran, dass die Kanten abgerundet werden, um das Lenken alleine aufgrund der Körperverlagerung zu ermöglichen. Der daraus entstandene Carving-Stil kann als ein Charakteristikum des Snowboardens gesehen werden.

Der Name leitet sich vom englischen Wort für Einschnitzen ab, was darauf zurückzuführen ist, dass bei dieser Technik auf einer Kante gefahren wird, welche dann eine gekurvte Linie, wie eingeschnitzt, im Schnee hinterlässt. Diese simple Technik, geschwungene Kurven ohne weiteres Wegrutschen oder Verstellen der Ski zu ermöglichen, haben sich die Ski-Hersteller zu eigen gemacht.

Carvin-Ski entwickelt sich zum Trendsport

Mittlerweile hat sich die Nachfrage nach Carving-Skier derart verstärkt, dass nur noch diese Modelle, in zahlreichen Varianten, angeboten werden. Carving-Skier sind in der Regel weitaus kürzer und anfängerfreundlicher als ältere Skimodelle. Entscheidend für die Laufeigenschaften des Skis sind die Rundungen, welche für die Intensität der Einlenkung durch Belastung mit dem Körpergewicht, zuständig sind.

Slalom-Modelle, für sehr schmale Kurven, sind deshalb selten breiter als 70 cm. Dagegen haben Allround-Carving-Skier und Carving-Skier für Tiefschneefahrten eine Breite bis zu 80 cm. Durch zusätzliche Abstimmung der Rundungen, die vorne wie hinten je nach Ski variieren, kann für Anfänger wie Profis das passende Modell ausgewählt werden.

von Achim Menger
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