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Holzhäuser gibt es längst nicht mehr nur in Schweden – kein Wunder!

Holzhäuser stehen für behagliches und naturverbundenes Wohnen. Aber vor allem auch für effizientes und kostengünstiges. Darum lohnt es sich mit dem Rohstoff Holz zu bauen

Ob klassisch mit markant roten Holzbalken wie in Schweden oder aber in Natur wie es hierzulande öfter zu sehen ist, Holzhäuser erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Holzhäuser gibt es mehr und mehr und das in sehr unterschiedlichen Bauweisen: Der Sammelbegriff Holzhaus umfasst alle Hauskonstruktionen, die in irgendeiner Weise mit Holz verarbeitet worden sind. Mit der Bezeichnung „Holzhaus“ wird also per se zunächst keine Aussage über die verwendete Holzbauweise oder gar die Materialstärke getroffen. Ein Holzhaus kennt viele Unterkategorien. Die gängigsten sind:

Die älteste und auch die ursprünglichste Art ein Holzhaus zu bauen ist die so genannte Blockbauweise. Hierzu gehören sowohl Vollholzkonstruktionen aus Balken, Bohlen oder aus mehreren Lagen miteinander verleimten oder vernagelten Brettern als auch mehrschalige Konstruktionen mit Außen, Kern- oder Innendämmerung. Das Material wird horizontal miteinander verarbeitet. Filze oder Mineralwolle dienen als zusätzliches Dicht- und Dämmmaterial. Derartige Blockbauten, insbesondere aus nordischer Kiefer, halten Witterungen stand und überdauern Jahrhunderte. Aufgrund ihres diffusionsoffenen Aufbaus bieten sie ein ausgezeichnetes, natürliches Raumklima und erreichen – in Abhängigkeit der Stärke der Balken – beachtliche Wärmedämmwerte.

Eine weitere Möglichkeit des Holzhausbauens bietet die Holzrahmenbauweise. Diese ist die weltweit verbreitetste. Hierbei bestehen die Wände aus Ständern, die mit Holzwerkstoffen oder Gipsplatten bekleidet werden. So werden Lasten mit abgetragen. In der Tischlerei bzw. Fabrik werden einzelne Wandelemente beplankt, Wärmedämmstoffe, Installationen, Dampfsperre und innere Beplankung bereits gemacht und können so im Ganzen und zeitsparend an der Baustelle ineinandergesteckt und montiert werden. Die Holzrahmenbauweise ist sehr wirtschaftlich. Durch den Einbau zusätzlicher Rippen kann der Hausgrundriss nahezu beliebig gestaltet werden. Auch individuelle Fenster- oder Türgrößen sind auf diese Weise machbar.

Zusätzlich gibt es noch die sogenannte Tafelbauweise. Sie ist eine konstruktive Variante des Holzrahmenbaus. Wand- und Deckentafel sind vorgefertigt und mit Wärmeschutz auf geringfügigem Energieniveau versehen. Die Tafelbauweise ermöglicht es, ein Fertighaus in Großserie zu produzieren. Damit ist sie die weitverbreiteste Fertighausbauweise.

Generell verbuchen Holzhäuser zunehmende Interessenten. Vielfältige Vorteile, wie leichte Verarbeitung, Widerstandsfähigkeit, Robustheit und der überaus positive Einfluss auf das Wohnklima machen den natürlichen Rohstoff im Bauwesen so beliebt. Nicht zuletzt überzeugt dieser auch durch den geringen Kostenfaktor – Qualität für einen guten Preis!

von Lydia Svenska   04.06.2008
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