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Ökologisch bauen heißt für die Zukunft bauen

Umweltschutz steht immer mehr im Vordergrund. Ökologisch bauen trägt aktiv zum Erhalt der Umwelt bei

ökologisch bauen
© electriceye - Fotolia.com

Die Preise für aus fossilen Rohstoffen gewonnene Heiz- und Elektroenergie klettern immer mehr in astronomische Höhen. Deshalb gewinnen Bauweisen, die auf die Einsparung von Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien setzen, ständig mehr an Bedeutung. Wer ökologisch bauen möchte, der sollte schon in der Planungsphase über die Einbindung von Wärmepumpen und Solaranlagen nachdenken.

Bei Solaranlagen kann man auf zweierlei Weise der Umwelt gerecht werden: Entweder die thermische Strahlung der Sonne wird über Röhrenkollektoren eingefangen und in den Heizkreislauf des Hauses eingebracht oder man erzeugt mit Fotovoltaikanlagen seinen eigenen Strom. Auch Wärmepumpensysteme sind inzwischen feste Bestandteile der umweltverträglichen Bauweise. Dabei kann man zum Beispiel dem Abwasser die Energie entziehen und über einen Wärmetauscher in der Heizkreislauf oder die Warmwasserbereitung einspeisen. Auch die Erdwärme kann man mit Wärmetauscher gut nutzen. Wer parallel dazu noch die Außenhaut des Gebäudes vernünftig dämmt und auch bei Fenstern und Türen darauf achtet, dass sie hohe Dämmwerte erzielen, kann eine ganze Menge Heizenergie einsparen.

Zum Stichwort ökologisch bauen gehört auch die Verwertung von Regenwasser. Inzwischen sind im Bauhandel Dachziegel erhältlich, auf denen sich durch eine besondere Beschichtung kaum Schmutz absetzt. Diese Investition lohnt sich, denn so kann man das vom Dach abfließende und gefilterte Regenwasser zum Beispiel für die Toilettenspülung oder den Waschmaschinenanschluss nutzen. Letzteres hat gleich noch einen anderen Vorteil: das Trinkwasser aus der Leitung oftmals hohe Härtegrade aufweist, die Maschinen durch Kalkablagerungen gefährdet und höhere Mengen an Waschmittel erfordert. Regenwasser ist deutlich weicher. Da kann man Waschmittel und Weichspüler sparen.

Ökologisch bauen heißt auch, natürliche Materialien zu verwenden, die der Umwelt bei der Erosion oder der Demontage und letzten Verwertung keinen Schaden zufügen können. Viele Baumaterialien wurden inzwischen sogar als gesundheitsschädlich, wenn nicht sogar Krebs erregend eingestuft. Asbest ist so ein Beispiel, das mittlerweile nur mit spezieller Verpackung entsorgt werden darf.Ökologisch bauen heißt auch, dass wertvolle Baumbestände möglichst erhalten werden sollen und der neue Ortsteil nicht gerade dort geplant werden soll, wo ein intakter Auewald für die Absorption des Kohlendioxids sorgt.

von Axel Hamann   18.10.2010
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