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Fassade sanieren – gute Vorbereitung ist wichtig

Wenn man eine Fassade sanieren möchte, sollte man gleich auch überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, gleich eine Isolierung mit einzuplanen

Gerade wer eine Fassade sanieren möchte, die zu einem Altbau gehören, sollte vorher im Grundbuch nachschauen, ob er irgendwelche Auflagen bezüglich des Denkmalschutzes erfüllen muss. Oftmals werden auch ganze Wohngebiete insgesamt unter Denkmalschutz gestellt, ohne dass es in die einzelnen Grundbücher eingetragen wird. Das erfährt man beim zuständigen Bau- oder Ordnungsamt.

Bei Fassadenarbeiten ist gute Vorbereitung äußerst wichtig. Man muss nicht nur beachten, dass man dafür meistens auch ein geeignetes Baugerüst benötigt und die Stellung rechtzeitig beauftragen muss. In der Regel steht zumindest an der Vorderfront das Gerüst häufig im öffentlichen Verkehrsraum und blockiert den Fußweg. Oftmals ist auch eine teilweise Nutzung der Straße notwendig. Das muss vorher beim Ordnungsamt Fachbereich Verkehr beantragt und von dort genehmigt werden. Die Genehmigung ist kostenpflichtig und beinhaltet in der Regel auch die Aufstellung der entsprechenden Verkehrsschilder. Mit der Genehmigung werden manchmal auch Auflagen bezüglich der Gestaltung des Gerüstes zur Sicherung der Passanten erteilt.

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Dann kann man an die Arbeit gehen und den alten Putz entfernen. Dafür sollte ein Bauschuttcontainer zur Verfügung stehen, in den die Putzer den Abfall gleich per Fallrohr befördern können. Anschließend sollte das Mauerwerk besichtigt und Risse genadelt werden, damit die Mauerteile nicht weiter auseinanderdriften können. Anschließend kann neuer Putz aufgebracht werden. Einige Putzarten haben bereits einen guten Isolationswert, bei anderen können Gummimatten eingearbeitet werden oder auf den Putz isolierende Anstriche aufgebracht werden.

Fassade sanieren heißt auch, langfristig zu denken, denn das kostet eine ordentliche Stange Geld. Neuere Anstriche verfügen über den so genannten Lotuseffekt, der für eine weitestgehende Selbstreinigung sorgt. Auf dem Markt gibt es inzwischen Fassadenfarben, in denen mikroskopisch kleine Keramikkügelchen mit einem eingeschlossenen Vakuum sind. Sie sorgen dafür, dass ein Großteil der auftreffenden Sonnenstrahlung reflektiert wird und sorgen vor allem im Sommer für angenehmes Raumklima. Außerdem bewirken sie eine deutlich schlechtere Wärmeleitfähigkeit des Putzes, die im Winter die Heizenergie im Haus zurückhält. Sie lassen nur in eine Richtung Wasserdampf durch, so dass die Wand zwar atmen kann, aber kein Wasser von außen eindringen kann.

von Axel Hamann   30.05.2008
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