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Das WEB 2.0

Das Web 2.0 und ihre Möglichkeiten

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Web 2.0


Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und Zugänglichmachung des Internets für eine breite Masse an Menschen, erweitern sich auch die Einflussmöglichkeiten der Rezipienten der online kommunizierten Inhalte. Neben den Medien als sog. „vierte Macht“ in einer geordneten Demokratie, erhält der Souverän in selbiger, also der mündige Bürger, die Möglichkeit als sog. „Fünfte Macht“ aktiver in das digitale Geschehen im weltweiten Web einzuwirken.


Diese mit der Begrifflichkeit „Web 2.0“ in Verbindung gebrachte Entwicklung reflektiert den Wandel des einzelnen passiven Webnutzers, der vorgefertigte Inhalte über Browser uns eMail-Clients konsumiert, hin zu einem Webaktivisten, der selbst Webinhalte generiert und diese übrigen Webteilnehmern zur Verfügung stellt.


Diese Möglichkeit aber eben auch Bereitschaft zur Mit-Gestaltung des weltweit verfügbaren digitalen Contents erlebte einen Boom zunächst mit sog. (Web)Blogs: authorzentrierten, chronologischen Texten, die vergleichbar sind mit einem offenen Tagebuch für alle Interessierten. Darunter gibt es auch Blogs, die sich mit gesellschaftsrelevanten Themen befassen, zur Diskussion einladen und letztlich auch die weitere Ausgestaltung in die Hände der Konsumenten legen. Das Recht auf freie Äußerung der Meinung konvertiert somit nun auch in die digitale Welt und eröffnet weitere instante und ubiquitäre Kommunikationskanäle.


Web 2.0 steht aber auch für usergeneriertes und auf die Bedürfnisse des einzelnen Users zugeschnittenes Wissen, das im Web kumuliert wird - aber nicht mehr nur von wenigen Quellen gepeist, sondern von den Konsumenten selbst erfasst und ins Netz gestellt wird. Ergebnisse dessen sind z.B. freizugängliche Wissensportale wie (user-editierte) Wörterbücher und Lexika. User von gleichem Schlag und gleicher Interessenslage finden sich in einer sog. Community zusammen und tauschen sich aus. Diese User stellen, basierend auf dem Prinzip der Eigenverwaltung, Wissen und Erfahrungen zusammen, die für Übrige abrufbar sind. Weitere Merkmale „community building“ sind Bewertungs- und Empfehlungsportale und Frage-Antwort-Services.


Auch bei Letzterem wird Wissen kumuliert. Doch anders als bei sog. Wikis fungieren derlei Services „subsidiarisch“: Dem Hilfesuchenden und dem Hilfewilligem wird eine fertige technische Infrastruktur zur Verfügung gestellt, über die der Austausch erfolgen kann. Im Speziellen verpackt der Ratsuchende seinen Informationsmangel in eine Frage, die er dann über diese Plattform publiziert. Der Ratgebungswillige hat dann die Möglichkeit hierauf unmittelbar zu antworten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Vorhandenes Wissen wird zielgerichtet, rezipienten-zugeschnitten, spezifisch übermittelt und muss nicht über einen Pool eigenständig recherchiert werden. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft für den Informationssuchenden, da nicht jeder Sachverhalt sich über wenige Mausklicks im Netz erschliessen lässt. Auf der anderen Seite kann der Wissende sein Wissen punktuell und situationsgebunden transferieren und braucht keinen Artikel oder Ähnliches in einem Wiki zu verfassen. Ein Beispiel für einen solchen Frage-Antwort ist www.expressantwort.com .


 
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seniorfox  28.12.2007
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