Übersetzungsprogramm kann einen Dolmetscher ersetzen
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Thomas Mann ist vor allem als Romanautor bekannt. Für seinen ersten Roman, »Buddenbrooks«, erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Mit dem »Zauberberg«, »Doktor Faustus« und den vier Josephsromanen hat Thomas Mann immer wieder umfangreiche Romanwerke, »Epopöen«, wie er es nannte, vorgelegt. Zu seinen Lebzeiten wurden die Romane als die Hauptwerke von Thomas Mann betrachtet; ja, dies gilt eigentlich bis heute.
Thomas Mann als Autor von Kurzgeschichten
»Seine Kurzgeschichten habe ich immer schon gern gelesen«, spottete Bertolt Brecht über Thomas Mann. Er spielte damit auf den Umfang der Romane des Kollegen an. Mit fast achthundert Seiten ist der »Zauberberg« nun wirklich keine Kurzgeschichte. Oder etwa doch? Thomas Mann jedenfalls hatte eine Erzählung, keinen Roman, im Sinn, als er den »Zauberberg« begann. Man kann beliebig viele Kapitel aus diesem Roman entfernen, ohne seine Struktur zu verändern. Insofern ist der »Zauberberg« tatsächlich eine Kurzgeschichte.

»Der Tod in Venedig«: Das Meisterwerk von Thomas Mann
Überhaupt hat Thomas Mann zum modernen Roman nichts beigetragen. Als junger Mann schrieb er eine Reihe von Erzählungen in der Nachfolge von Storm und Fontane, die eher aus historischen als aus literarischen Gründen lesenswert sind. 1913 erschien seine Erzählung »Der Tod in Venedig«; ein unvergleichliches Meisterwerk, das man unbedingt lesen sollte.
Hat Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur verdient?
Obwohl Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur ausdrücklich für den Roman »Buddenbrooks« erhielt, hätte er ihn eher für seine Erzählung »Der Tod in Venedig« verdient. Ebenso ein »Muß« sind seine Radioansprachen »Deutsche Hörer!« in denen er von der USA aus während des II. Weltkriegs Hitler und die Nazis angriff. In diesen Reden von alttestamentarischer Wucht kann man klassische Texte, einen Höhepunkt im Werk von Thomas Mann sehen. »Deutsche Hörer!« ist auch als Original-Tondokument auf CD zu haben.
Tagebücher und Essays: Thomas Mann als Zeitzeuge
Die Tagebücher von Thomas Mann kann man als sein Hauptwerk betrachten und in ihrer Bedeutung neben jene von Graf Harry Kessler stellen. Thomas Mann hat wenig bedeutende Essays geschrieben. Die »Betrachtungen eines Unpolitischen« jedoch sind eine brillante Verteidigung des Wilhelminischen Deutschland im ersten Weltkrieg; eine ungewöhnliche Lektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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