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Schweizer Uhrenmanufakturen genießen einen guten Ruf

Es gibt nicht mehr viele Länder, in denen Uhren in Manufakturen hergestellt werden, die Schweiz gehört zu diesen. Die dort hergestellten Uhren werden manchmal auch an Sammler verkauft.

schweizer uhrenmanufakturen
© gzfz - Fotolia.com
In einer Uhrenmanufaktur werden nicht – wie der Name Manufaktur, abgeleitet von manu factum, von Hand gemacht – alle Teile einer Uhr etwa in Handarbeit gefertigt. Sehr wohl aber werden das Uhrwerk und alle anderen wichtigen Teile der Uhr in diesem Betrieb gefertigt. Schlägt man unter dem Stichwort Uhrenmanufaktur nach, so werden hier knapp über 20 Uhrenmanufakturen benannt, davon sind circa drei Viertel Schweizer Unternehmen. Die meisten von Ihnen stellen unter anderem auch Luxusuhren her, nicht wenige davon sind echte Raritäten, die sehr schnell zu Sammlerstücken geworden sind.

Die älteste der Schweizer Manufakturen, die ununterbrochen in der Uhrenherstellung tätig ist, arbeitet bereits seit über 250 Jahren. Selbstverständlich liefern sich die Traditionsunternehmen einen harten Wettbewerb in Sachen Fertigungsqualität und Schwingungsfrequenz der Uhrwerke. Haben die meisten eine Frequenz von drei bis vier Hertz, so wird der Markt aus der Schweiz inzwischen auch mit Chronometern von fünf Hertz Schwingungsfrequenz bedient. Ziel aller dieser Firmen ist es, Uhrwerke mit einer möglichst großen Präzision zu schaffen. Zwar lieben die meisten ihrer Kunden die Uhren vor allem des Designs und der technischen Raffinesse wegen, aber in Zeiten von Funkuhren ist die Präzision doch immer wieder ein Diskussionsthema.

In den Uhrenmanufakturen – sei es in der Schweiz oder in den wenigen anderen Länder –, die für eine hochwertige Fertigung mit ihrem Namen zeichnen, werden für die Lagerung der einzelnen Teile Edelsteine benutzt, da die Reibung zwischen Edelstein und Stahl weniger groß ist als zwischen zwei Stahlteilen. Dadurch erleidet die Uhr einen geringeren Verschleiß und erreicht eine höhere Ganggenauigkeit, denn die Kraftübertragung wirkt gleichmäßiger und somit kontrollierter. Häufig werden inzwischen auch synthetische Steine eingesetzt, infrage kommen dafür zum Beispiel Rubine.

Dass das Gros der Uhrenmanufakturen in der Schweiz ansässig ist, ist kein Wunder. Die ersten Chronometerhersteller haben dort gewirkt und damit den Siegeszug ihrer Uhren angetreten. Wer also in diesem Markt tätig werden wollte, tat gut daran, den Standortvorteil für seine Werbung zu nutzen.

von Denis Schmidt
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