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Chinesische Kleidung – so bunt, wie das Land

Die Chinesische Kleidung war immer geprägt vom jeweiligen Gebiet und der Ära. So wandelte sie sich im Laufe der Jahrhunderte mehrere Male und wurde jünger und moderner, so wie ihre Träger.

chinesische kleidung
© ping han - Fotolia.com
Früher trugen die Bewohner in Mittelchina seitlich geschlitzte Gewänder und die Bewohner im Norden des Landes ebensolche Gewänder, welche allerdings links seitlich geknüpft waren. Die Nomadenvölker trugen Jacken, Hosen und Stiefel, alles an ihren Lebensstil angepasst. Die Kleidung der Nomadenstämme wurde in alten Zeiten auch „Hunnen-Kleidung“ genannt. Sie war praktischer zum Reiten und Kämpfen. Die vielen verschiedenen Nationalitäten hatten großen Einfluss auf die Trachten. Und natürlich haben die vielen großen Dynastien diese verschiedenen Stile für chinesische Kleidung wesentlich mit geprägt.

Aus vielen „Einzelstücken“, die in den unterschiedlichen Epochen getragen wurden, entstand die heutige chinesische Kleidung, der immer noch ihre Herkunft anzusehen ist. Die Schnittformen blieben eigentlich immer erhalten. Im Laufe der Zeit änderten sich Längen und Weiten. Je nach sozialem Status waren natürlich auch die Stoffe und Farben verschieden. Auch die Machart und die verschiedenen Accessoires eines Kleidungsstückes ließen auf den sozialen Status seines Trägers schließen.

Satin oder Seide trugen die feineren Leute und groben Stoff oder Leinen die einfachen Leute. Rot war in der Han-Dynastie die Farbe der vornehmeren Bevölkerung, in der Tang-Dynastie wurde diese Erkennungsfarbe Purpur. In der Quing-Dynastie war es dann Gelb. Die einfachen Leute trugen Blau, Weiß und Schwarz. Und das Drachenmuster auf den Gewändern stand einzig und allein dem Kaiser zu. Es gab in China immer strenge Vorschriften, was die Bekleidung betraf, die sozialen Unterschiede sollten immer erkennbar sein. Das schlug sich auch in den Gesetzen nieder.

Die ausländischen Einflüsse machten jedoch auch vor der chinesischen Mode nicht halt und so konnte man besonders bei der Mode für die Frau ganz deutlich die Veränderungen sehen. Das geschah in der Tang-Dynastie, hier herrschte ein großer Umbruch. Es wurden strenge Sitten und Gebräuche verworfen, die Mode forderte neue Stile, Frauen trugen gewagte Bekleidung bis hin zur Männerbekleidung. Die Quing-Dynastie forderte ihre eigene Mode. So war für die Männer vorgesehen, lange Röcke und eine Mandarinjacke zu tragen, die Frauen mussten das traditionelle Etuikleid tragen, das chinesische Kleidung entscheiden mit prägte. Dieses Kleid konnte man auch immer wieder in der späteren Mode sehen. Als diese Dynastie unterging, kam der Sun Yatsen-Anzug ganz groß in Mode und doch hatte der Einfluss der westlichen Mode die Oberhand behalten.

von Gerd Mayer
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