Ein Hausverkauf fällt oft sehr schwer, ist aber leider manchmal nötig
Das wirklich schwierige beim Hausverkauf ist nicht das Problem mit dem Geld, sondern ... mehr
Die um 1900 einsetzenden Bemühungen um eine dem Industriezeitalter gerecht
werdende Formgebung bilden den Quellpunkt der Designentwicklung. Das
"Bauhaus" unter der Leitung von Walter Gropius wurde zum Sammelbecken der
Reformbewegung und zur Lehr- und Experimentierstätte des neuen Gestaltens.
Um von überkommenen Formen und Fertigungstechniken anzulenken, wurde
Konstruktionsaufgaben mit unüblichen Materialien die erfinderische
Kreativität herausgefordert. Die durch das Bauhaus geschaffene Grundlage des
neuen Designs wurde zunächst als "Funktionalismus" und "Bauhausstil", dann
als "Moderne" und schließlich als "International Style" bezeichnet. In den
Werkstätten des Bauhauses entstanden international beachtende

Freischwinger von Marc Stam und Marcel Breuer, der in vielen Varianten
entworfen wurde. Eine wichtige Rolle der Gestaltungsideen des Bauhauses
spielte die Ausstellung von Bauhausarbeiten im Museum of Modern Art 1938 in
New York.
Die funktionale Gestaltungsweise der
vorbehalten: Architekten, Designer und kulturell interessierten Bürgern.
Daneben wurden für breitere Schichten Gebrauchsgüter entworfen, die dem
populären Geschmack entsprachen. Für den Massenbedarf an Konsumgütern
bildete sich in den USA unter der rasanten Wirtschaftsentwicklung seit den
30er Jahren ein eigener Weg der Produktgestaltung für Möbel heraus. Das
amerikanische Design war stark von wirtschaftlichen Interessen geprägt und
verfolgte das Ziel, Kaufanreize durch attraktive und prestigeträchtige
Formgebung zu fördern. Einer der erfolgreichsten Designer war R. Raymond
Loewy und prägte den Slogan „Hässlichkeit verkauft sich schlecht“.
Neue Materialien, wie Kunststoffe, biegsames Sperrholz und
Metallgussformungen, ermöglichten eine geschmeidigere Formgebung, die in den
50er Jahren auch in Deutschland aufgegriffen wurde. Für den gehobenen
Einrichtungsstil entstanden Möbel in organisch geschwungenen Formen
("Organic Design"). In den 60er und 70er Jahren entstand durch eine moderne
Produktgestaltung stilprägend der Neofunktionalismus, international als
„German Style“ bezeichnet. Neben den strengen Formen des Neofunktionalismus
sorgte in den 50er und 60er Jahren die Einfuhr skandinavischer
Einrichtungsgegenstände für eine Auflockerung der Wohnkultur in Deutschland
durch geschmeidige Möbelformen. Zu der in Skandinavien ursprünglichen
Verarbeitung des heimischen Kieferholzes trat das aus Südostasien
importierte Teak- und Palisanderholz hinzu.
In den 70er Jahren wurden die italienischen Designer durch ihre
Experimentierfreudigkeit und Offenheit für neues Design schnell führend in
der antifunktionellen Designentwicklung. Im Laufe der 70er Jahre Designer
wandten sich die Designer von der Massenproduktion ab und schufen
Möbelprodukte mit neuer emotionaler, witzig ironischer Wirkung, dem so
genannten Anti-Funktionalismus. In den „wilden 80er Jahren“ ließ sich die
übergreifende Bewegung in die Postmoderne einordnen. Ende der 80er treten
zunehmend Hightech-Produkte auf. Am Beginn der 90er Jahre tritt in der
Design-Szene eine deutliche Beruhigung mit klarer Formgebung und
Gebrauchstüchtigkeit ein: designbestimmende Faktoren und Offenheit für
pluralistischen Stilmix. Heute vollzieht sich das Design unter weiteren
Gesichtspunkten. Das zunehmende Umweltbewusstsein der Verbraucher fordert
die Entwicklung verantwortbarer und langlebigeren Designermöbel.
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