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Mittelalterliche Kleidung passt für Mittelalter Tage

Mittelalter Tage sind in vielen Gegenden zur Attraktion geworden. Interessierte Männer und Frauen suchen sich mittelalterliche Kleidung, um fürs Event gerüstet zu sein. Dabei sollte man aber einiges beachten.

mittelalterliche kleidung
© Stephan Rothe - Fotolia.com
Um stilgerecht auftreten zu können, ist es gut zu wissen, dass die Kleidung im Mittelalter den Rang der Person in der Ständeordnung wieder spiegelte. Leinen, Hanf und Nessel waren die Materialien für die Garderobe der niederen Stände, zudem wurde Schafwolle für die Oberbekleidung verarbeitet. Adel und die höheren Stände hüllten sich in feines Tuch oder in Seide. Auch die Farbgebung spielte hinsichtlich des Standes einer Person eine Rolle, so war beispielsweise der aus der Purpurschnecke gewonnene rote Purpur-Farbstoff so kostbar, dass er nur dem Hochadel vorbehalten war. Die Kleidung der niedrigen Stände musste vor allem strapazierfähig sein und lange halten. Sie war deshalb meist dunkel, helle Farben waren nur für reiche Leute.

Ein allgemein beliebtes Kleidungsstück war der Umhang; er wurde in der Regel aus gefilzter Wolle gefertigt, für den Adel und die reichen Stände wurde er aus fein gewebtem Leinen oder sogar aus Seide oder Samt gefertigt.

Mittelalterliche Kleidung bestand beim Mann aus einem Unterhemd und einer Art Unterhose. Darüber wurde ein langärmliger, wollener, knielanger Kittel mit einem Gürtel getragen. Füße und Beine wurden zunächst mit Binden umwickelt, später setzten sich Beinlinge durch. Die Schuhe waren aus Leder, Filzhüte dienten als Kopfbedeckung. Bauern trugen häufig Kniebundhosen oder ein Wams aus Wolle.

Ein langes Untergewand mit langen Ärmeln aus Leinen, ein ebenso knöchellanges Obergewand und beide Teile nicht sehr körperbetont; So lautete der „Dresscode“ für die Frau im Mittelalter. Ab dem 11. Jahrhundert wurde das Obergewand zunehmend über der Taille geschnürt. Die mittelalterliche Kleidung beim Adel fiel durch weite, ab dem Ellenbogen tütenförmig fallende Ärmel auf. Bei den einfachen Ständen, wie den Bauern waren die Ärmel eng anliegend.

Wer mittelalterliche Kleidung für ein Mittelalter Fest sucht, kann sich unterschiedliche Outfits mithilfe von Vorlagen zusammen stellen. Spezialshops, wie sie auch im Internet zu finden sind, halten reichlich Anschauungsmaterial, zum Teil auch Schnitte bereit. Wer über Nähkenntnisse verfügt, kann sich mittelalterliche Kleidung leicht selbst schneidern. Wer es ganz stilecht haben will, näht nach Augenmaß. Schnittmuster, wie sie heutzutage für Jedermann zum Selbernähen zu haben sind, waren im Mittelalter nur für gelernte Schneider erhältlich. Natürlich kann man passende Garderobe auch bei Mittelalter Tagen kaufen oder ergänzen.

von Jens Wibrich
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