Mode für den Winter: Traditionelle Herrenstiefel werden wieder vereinzelt angeboten
In den Jahren nach 1990, in denen die Winter mild waren, sind viele bewährte Winterkleidungsstücke aus der Angebotspalette verschwunden. Die Kältegrade der letzten Winter jedoch ließen neue Kundenwünsche entstehen.

Seit dem Winter 2008 hat es auch im Tiefland wieder häufig geschneit. Besonders die Herren hatten bei hohen Schneehöhen ihre Schwierigkeiten. Oft kam nämlich Schnee in die Stiefel, weil die Schäfte einfach nicht hoch genug waren. Die Situation wiederholte sich in den zwei darauf folgenden Wintern. Viele Männer störte das, ist doch ein nasser Fuß sehr unangenehm und verursacht Erkältungen. Der Handel verzeichnete eine Nachfrage nach hohen Herrenstiefeln, trotzdem wurden diese nicht in großem Maße produziert. Für Männer mit kleinen Schuhgrößen bis 42 wurde meist auf einfache absatzlose Damenstiefel verwiesen. Für größere Größen gab es oft keine Lösung. Die Fachverkäufer verweisen die Käufer darauf, einen Schuhmacher aufzusuchen, um dort die Stiefel individuell anfertigen zu lassen. Das taten viele Männer nicht, da sie hohe Preise scheuten. Einige Internetanbieter allerdings bieten mittlerweile wieder hohe Herrenstiefel für den Winter an.
Die Spezialanfertigung beim Handwerker muss allerdings gar nicht so teuer sein. Damit ist es möglich, eigene und ganz individuelle Modetrends in Sachen Stiefel für den nächsten Winter zu setzten. Allerdings muss beim Gang zum Schuhmacher bedacht werden, dass der Stiefel erst hergestellt wird, es also einige Zeit bis zur Lieferung dauert. Deshalb sollten die Winterstiefel möglichst schon im Herbst bestellt werden. Die Firma Bär aus Bietigheim-Bissingen bietet unter anderem das Modell Ottawa an. Es kostet ca. 260,00 Euro (Stand Oktober 2011). Da es speziell für den Kunden hergestellt wird, muss mit einer Lieferfrist von 5 Wochen gerechnet werden.


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