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Schon oft hat man von Gothic gehört. Die Szene, die oftmals auch als "schwarze Szene" bezeichnet wird, trägt ihren Namen nicht zu Unrecht. Denn die Anhänger der Gothic Szene kleiden sich vorrangig in Schwarz und dunklen Farben. Diese Mittelalter Kleidung soll die Menschen, die sich zur Szene zugehörig fühlen, von anderen abgrenzen. In seltenen Fällen werden hier aber auch weiße Kleidung und Farben wie Bordeaux getragen.
Ein weiteres wichtiges Merkmal, welches die Anhänger der Szene ausmacht, ist die Schminke. Ob Mann oder Frau spielt dabei keine Rolle, denn beide Geschlechter schminken sich gleichermaßen. Als Grundierung dient ein sehr weißes Make-Up, bei dem im Nachgang die Augen und Lippen mit Schwarz betont werden. So soll der Anschein eines Untoten erweckt werden.
Trotz dieser düsteren Kleidungsweise und oft auch der ebenso düsteren Ausstrahlung von Gothic Mitgliedern gehört die Gruppe weder zu den Satanisten noch zum Okkultismus. Ebenfalls findet bei Gothics keinerlei Gewalt statt, vielmehr ist die Gruppe durch ihre besondere Friedfertigkeit geprägt.
Den Ursprung fand die Gothic Szene Ende der 1970er Jahre. Damals angestachelt durch eine neu entstandene Musikrichtung bildete sich eine komplett neue Bewegung. Splittergruppen aus dem Punk bildeten die ersten Anhänger des Gothic und stellten damals eine Minderheit dar. Heute dagegen ist die Gothic Szene eine der beliebtesten Gruppierungen überhaupt. Kein Wunder, dass die Szene selbst auch durch ihren ganz eigenen Musikgeschmack bekannt geworden ist. Die Musik klingt dabei häufig sehr düster, strahlt aber in gewissem Maße auch eine Art Romantik und Beruhigung aus.
Vor allem Jugendliche, die es im Alltag recht schwer haben, finden bei den Anhängern dieser Szene seelische und moralische Unterstützung. Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, die Suche nach dem Sinn des Lebens und auch eine gewisse Melancholie führen viele zum Gothic hin.
Solange der Anhänger der Gothic Szene aber keine Andeutungen in Richtungen Selbstmord macht oder sich besonders stark zurück zieht, brauchen auch Eltern sich keine Sorgen zu machen. Oftmals ist es auch nur eine vorübergehende Phase der Kinder, in denen sie sich für diese Art des Lebens interessieren.
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Kommentare
Ich [Gast]
Die Szene ist seit Jahren am Aussterben. Schaut mal in die Clubs. Die Goths haben längst das Feld geräumt. Überall läuft nur noch Metal und Techno. Ich hielt das zunächst für ein deutsches Phänomen. Doch als ich mich vor kurzem mit den USA beschäftigte, erfuhr ich dasselbe von dort. Gothic stirbt, ist in vielen Regionen längst tot und findet sich hauptsächlich noch in den Ballungsräumen NRW, Berlin etc.
Der Grund dafür findet sich allein schon in der Vermarktung völlig fremder Bands, die in die Charts gepresst werden. Rammstein, Übermutter, HIM, Nightwish und ähnlicher Müll. Deren Fans sind nun an die Stelle der ursprünglichen Goths getreten. Der Gothic-Szene selbst dreht man den Saft ab, indem man ihre Bands ignoriert und damit kein Nachwuchs mehr folgen. Völlig bescheuerte Welt.
+++ [Gast]
Ich möchte zu den obrigen kommentar sagen das Die Gothickultur nicht stirbt im gegenteil sie wächst Rammstein, Him etc. sind keine Bänds die z.b auf einer Darknight laufen die Gothickultur hatt sich verändert klar
sie hat ja auch mehrere anhänger und mehre Musik neuheiten nur weil du sie nicht bemerkst heist es nicht das sie stirbt
Warum versteht das keiner... [Gast]
Es ist traurig, dass Gothic immer als Jugendsubkultur abgetan wird, was wiederum für totales Unverständnis sorgt! Gothic ist keine Jugendkultur, sondern eine Lebenseinstellung für Leute, die die Welt aus anderen Augen sehen als die meisten. Eine Lebenseinstellung und -philosophie, der die meisten auch im Alter treu bleiben. Wen wundert es da, dass die meisten, die noch wissen, was Gothic wirklich bedeutet (es stimmt, durch die Kommerzialisierung kommen immer mehr Unwissende, vor allem kleine Kinder, in die Szene), damit meine ich nun richtige Persönlichkeiten, keine rebellierenden Kiddies, der Szene mit über 40, teilweise über 50 Jahren noch treu bleiben? Eine Bekannte von mir hat auf dem WGT man einen Mann gesehen, der garantiert schon über 60 war, meinte sie. Der mit wehendem, schwarzen Mantel und langen grauen Haaren über den Platz ging. Vielleicht würden diese älteren Leute nicht mehr als "Goths" bezeichnen, weil ein erwachsener Mensch eben aus mehr als nur seiner "gotischen" Seite besteht, aber in ihren Herzen sind sie es. Gothic ist mehr als Rebellion. Gut, ich will nicht leugnen, dass es auch ein wenig darum geht, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Aber das ist mehr das Resultat aus der natürlichen Andersartigkeit dieser Leute. Die, die wissen, worum es wirklich geht, sind intelligent und gebildet, meistens auch kreativ. Sie nähen sich ihre Kleidung selbst, schreiben, zeichnen oder malen... und lesen gerne. Die meisten lieben Fantastik, Mystik, Romantik, Düsternis und vergangene Zeiten - verglichen mit unserer egoistischen Spaßgesellschaft, in der ein Individuum gerne außen vor gelassen wird, ergibt sich daraus eine besondere Weltabgehobenheit, woraus wiederum die Abschottung von einem Großteil der Menschen und der gemeinen Gesellschaft resultiert. Diese Abgrenzung liegt allerdings nicht an ihnen, sondern an eben dieser intoleranten Gesellschaft, die sie nicht akzeptiert, nur weil diese Leute anders denken und fühlen. Die meisten Leute aus dieser Szene sind tolerant und weltoffen, keine Nazis, sondern sehr friedfertig und nicht gewaltbereit. Mit Satanismus hat das Ganze auch nichts zu tun, wie es hier wenigstens richtig dargestellt wird! Außerdem gehen die meisten "erwachsenen" Leute aus der Szene auch einem geregelten Job nach und sind keine Schmarotzer, wie es ihnen gerne nachgesagt wird. Ich habe momentan z.B. nur einen kleinen Nebenjob, besitze aber einen guten Schulabschluss, bin aber auf der Suche nach einer Ausbildung und möchte in zwei Jahren studieren. Denkt nach, bevor ihr Menschen, die ihr nicht kennt, als etwas abstempelt, was sie womöglich gar nicht sind - und versucht zu akzeptieren, dass nicht jeder Mensch gleich sein muss - und dass nicht jede Subkultur mit der Pubertät oder einer jugendlichen Phase zusammenhängen muss!