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Der Starfighter: Kult-Flugzeug der Bundeswehr

Mit seinen kurzen Flügelstummeln am lanzendünnen Rumpf wirkte der Starfighter wie ein phantastischer Marschflugkörper. Aber es gab Probleme.

Noch heute erinnern sich die alten Kampfpiloten der Bundeswehr voller Wehmut an diese Maschine. Es war das schnellste, vor allem aber das schönste Flugzeug, das die Bundeswehr bis dahin gehabt hatte: Die F-104 der amerikanischen Lockheed-Werke, ein nagelneuer, überraschender Entwurf des Starkonstrukteurs Clarence Johnson, sollte die Zukunft der Bundeswehr verkörpern.

Unter dem Spitznamen »Witwenmacher mit Stummelflügeln« und »Fliegender Sarg« ging die Maschine in die Geschichte ein und wurde für die Bundeswehr und Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß zum Skandal. Strauß hatte 1956 das Verteidigungsministerium übernommen und dort eine völlig veraltete Fliegerflotte angetroffen.

Der Starfighter als Lieblingsflugzeug der Deutschen

Halb so schwer und doppelt so schnell wie die amerikanischen Kampfjets, die er ablösen sollte, hatte es der Starfighter nicht schwer, Flieger und Politiker zu begeistern. Die aerodynamische Konstruktion machte ihn gegenüber Seitenwinden unempfindlicher. 15 Kilometer Höhe waren für den Starfighter kein Problem. Er kam auf ein Spitzentempo von Mach 2,2, auch im Tiefflug war, wenn nötig, noch Überschallgeschwindigkeit drin. Das Triebwerk reagierte direkt und sensibel auf den Piloten. Im Luftkampf war der Starfighter aufgrund seiner Geschwindigkeit und Wenigkeit anderen Flugzeugtypen überlegen. "Dank unserer überragenden Beschleunigung konnten wir den anderen Flugzeugtypen davonfliegen", erzählte ein alter Bundeswehrpilot.

Kult-Flugzeug mit Problemen: Der Starfighter in der Kritik

Anfang der sechziger Jahre wurde die Bundeswehr mit 700 Jägern ausgestattet. Später kamen noch einmal 216 hinzu. Damit verfügte die Bundeswehr laut Verteidigungsministerium über "eine der bestausgerüsteten Luftwaffen der Welt". Der Starfighter begeisterte alle. Doch leider häuften sich auch die Probleme. Die ungeheure Geschwindigkeit machte es der ersten generation von Piloten schwer, die Maschine zu manövrieren. Wenn der Nachbrenner die Piloten mit etwa 29.000 PS in ihren Sitz drückte, während das Flugzeug in 13 Sekunden von 0 auf 350 Stundenkilometer beschleunigte, entstand ein kritischer Moment.

1982 wurde der Starfighter durch die Tornados ersetzt. Ein Drittel aller Stafighter waren abgestürzt.

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