Gesellschaft

rating
0 Bewertungen

Ihr Kündigungsschreiben muss diverse Regeln befolgen

Um die Kündigung eines Arbeitsvertrages wirksam zu machen, bedarf es der Schriftform. Diesen formalen Anspruch erfüllt das Kündigungsschreiben.

kündigungsschreiben
© Kautz15 - Fotolia.com

Im Kündigungsschreiben können die Gründe für die ausgesprochene Kündigung angegeben werden, es ist aber nicht vorgeschrieben, eine Kündigung zu begründen. Ausnahmen bilden besondere Einzelfälle wie die Kündigung einer Schwangeren. Nach dem Kündigungsschutzgesetz sind Kündigungen dann sozial gerechtfertigt, wenn dringende betriebliche Erfordernisse vorliegen, die eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in der Firma nicht zulassen.

Der Arbeitgeber muss eine betriebliche Kündigung vornehmen, weil er in Zukunft nicht mehr in der Lage ist, dem Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Der Betrieb kann nicht mehr wie bisher fortgeführt werden. Selbstverständlich ist bei einer betriebsbedingten Kündigung wie bei allen Kündigungsformen im Arbeitsrecht ein Kündigungsschreiben von Seiten des Arbeitgebers erforderlich. Das Schreiben sollte außer notwendigen Angaben, zum Beispiel wie lange der Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt war, wann das Arbeitsverhältnis fristgemäß beendet ist usw. auch beinhalten, dass der Arbeitnehmer unverzüglich bei der Agentur für Arbeit vorstellig werden und sich arbeitssuchend melden muss. Für die Suche einer neuen Arbeitsstelle ist eigene Initiative nötig.

Ganz besonders wichtig beim Formulieren des Kündigungsschreibens ist, dass die Kündigung fristgemäß ausgesprochen wird, damit sie rechtskräftig ist. Betriebsbedingte Kündigungen, die aufgrund veränderter wirtschaftlicher Bedingungen notwendig werden, sind derzeit zahlenmäßig die häufigsten Kündigungen. Andere Formen wie eine außerordentliche Kündigung, die fristlose Kündigung kommen auch vor. Ein Arbeitgeber hat das Recht, dem Arbeitnehmer bei schuldhaftem Handeln, zum Beispiel Diebstahl oder grober Fahrlässigkeit, fristlos zu kündigen.

Allerdings kommt es auch häufig vor, dass umgekehrt der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis beenden möchte und demzufolge kündigt. Auch er bedient sich in diesem Fall der Schriftform und schickt dem Arbeitgeber das Kündigungsschreiben. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, den Arbeitgeber rechtzeitig über die Kündigung in Kenntnis zu setzen. Im Kündigung schreiben wird vorausgesetzt, dass die Formulierung freundlich und höflich erfolgt. Mit Blick auf das Erscheinen des Arbeitgebers im Lebenslauf, der von zukünftigen Arbeitgebern vielleicht vor Einstellung des Arbeitnehmers befragt wird, ist das nicht nur ein angemessenes, sondern auch zweckmäßiges Verhalten. Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses müssen im Kündigungsschreiben auch seitens des Arbeitsnehmers nicht angegeben werden. Die Kündigungsfrist ist in jedem Fall einzuhalten.

 
Teilen
von Linn Herrmann  08.09.2008
Gestellte Fragen: 0

Fragen zum Beitrag: “Ihr Kündigungsschreiben muss diverse Regeln befolgen”

 

Kommentare

Bisherige Kommentare: 0

Video zum Thema: “Ihr Kündigungsschreiben muss diverse Regeln befolgen”

Verwandte Artikel

06.09.2011

Aufpassen bei der Kündigung KFZ Versicherung

18.05.2011

Die Kündigung vom Handyvertrag ist selten sofort möglich

18.05.2011

Handyvertrag vorzeitig kündigen und wieder frei sein

18.05.2011

Kündigung Lebensversicherung bislang nur mit Folgen

18.05.2011

Kündigungen schreiben Sie am sichersten mit Vorlagen

18.05.2011

Negativen Schufa Eintrag löschen lassen - so geht's!

Meistgelesen in dieser Rubrik

Meistgelesen
Empfehlungen