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Nachdem die Scherzartikelbranche noch in den 90er Jahren mehr oder weniger stagnierte, scheint sich inzwischen ein neuer Boom in diesem Bereich anzubahnen. Wer kann sich nicht daran erinnern, als Kind mit Scherzartikeln gespielt zu haben? Vor allem die Lehrer wurden - und sind - oft Opfer dieser Streiche. Angefangen vom klassischen Furzkissen über nicht abwaschbare Kreide bis hin zur unsichtbaren Tinte auf dem Spickzettel, die Palette der angebotenen Artikel ist riesig. Heutzutage gibt es mehr Scherzartikel als je zuvor. Viele davon werden in Kinder- und Jugendzeitschriften kostenlos als sogenannte Gimmicks mitgeliefert. Aber auch in Spielwarenabteilungen zeichnet sich ein Trend zu einer immer größeren Auswahl ab. Dabei handelt es sich meist um billig hergestellte Kunststoffartikel, aber teilweise auch um Gegenstände, bei denen moderne Elektronik zum Einsatz kommt.
Größtenteils vom Markt verschwunden sind Scherzartikel, bei denen anderen Menschen ernsthafter Schaden zugefügt werden kann. So ist die klassische Stinkbombe praktisch nirgends mehr zu finden. Auch die heute hergestellten Schießgeräte sind durch Material und Form der Munition für Menschen und Tiere praktisch ungefährlich. Trotzdem wird bei diesen Artikeln darauf hingewiesen, dass mit ihnen nicht auf Lebewesen gezielt werden soll.
Wie sind Scherzartikel überhaupt entstanden? Am Anfang stand der Gedanke dahinter, andere zu ärgern, ohne sie ernstlich zu verletzen. Man kann also den Wassereimer über der Tür getrost auch als Scherzartikel bezeichnen. Später wurden gezielt Sachen hergestellt, mit denen man Menschen ärgern oder erschrecken konnte, sei es die weisse Gummimaus oder der Handschocker. Dieser löst beim Händedruck das Gefühl aus, man hätte einen Stromschlag erhalten, obwohl es sich nur um die Reaktion eines harmlosen Federaufzugs handelt. Auch die Elektronik spielt heute eine Rolle. Als Beispiel sei nur ein Artikel genannt, dessen optischer Sensor bei Annäherung das Gerät dazu veranlasst, irgendwelche Tiergeräusche abzuspielen. Bei all diesen genannten Waren handelt es sich um Kinderspielzeug.
Manche Scherzartikel werden auch nur für Erwachsene hergestellt. Dabei ist es Geschmackssache, ob es einem gefällt, wenn ein Gegenstand obszöne oder pornographische Geräusche von sich gibt. Aber der Markt dafür ist offensichtlich vorhanden. Die Grenze ist aber spätestens dann erreicht, wenn durch einen Scherz Gesundheit oder gar Leben anderer gefährdet werden. Ein Knallkörper im Auspuff vom Auto des Nachbarn kann zu einem schweren Unfall führen. Solche sogenannten Scherze sollte man unbedingt unterlassen.
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