BMI - Body Mass Index
Der Body Mass Index (BMI) wurde als Richtwert für die Bewertung des Körpergewichtes entwickelt.
Der Body Mass Index (BMI) wurde als Richtwert für die Bewertung des Körpergewichtes entwickelt. Ziel ist es, mit diesem Richtwert mögliche gesundheitliche Gefährdungen und Risiken bei Unter- oder Übergewicht im Rahmen einer Ernährungsumstellung aufzuzeigen.
Um den persönlichen Body Mass Index zu berechnen, benötigt man die eigene Körpergröße in Metern und das eigene Körpergewicht in Kilogramm. Der BMI (auch Körpermassenzahl genannt) berechnet sich aus dem Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße. Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) hat im Jahr 2000 Richtwerte für eine Klassifizierung der BMI-Werte veröffentlicht. Danach bedeutet ein BMI-Wert bis 19 Untergewicht, bis 25 Normalgewicht und höher als 25 Übergewicht.
Die BMI-Werte ab 25 sind nochmals in Schweregrade des Übergewichtes, die sogenannten Adipositas-Grade, eingeteilt (Präadipositas, Adipositas Grad 1 bis 3). Nach den Richtwerten der WHO gelten Personengruppen mit BMI-Werten ab 30 gesundheitsgefährdet. Der BMI-Normalwert bis 25 schwankt je nach Alter der betroffenen Person. Auch ist das Geschlecht zu berücksichtigen, da der Anteil von Fettgewebe zu Muskelgewebe bei Frauen höher ist als bei Männern. Für Kinder gelten eigene BMI-Regeln, die auf den normalen BMI-Werten aufbauen. Personen mit körperlicher Behinderungen, wie zum Beispiel fehlende Gliedmaßen, berechnen ihr "theroetisches" Körpergewicht, wenn keine Behinderung vorliegen würde.
Der BMI ist als Richtwert zu verstehen. Bei der Entscheidung über Diät-Formen und Umstellung der Ernährungsgewohnheien sind auch die Statur und die individuelle Zusammensetzung eines Körpers aus Muskel- und Fettanteilen zu berücksichtigen. So kann ein Bodybuilder oder Leistungssportler durchaus einen hohen BMI-Anteil haben ohne in einen der Adipositas-Grade eingeteilt werden. Die Konstitution einer Person spielt ebenfalls eine Rolle, daher kann der Body Mass Index nur im Zusammenhang mit dem Gesamtbild des gesundheitlichen Zustandes einer Person gesehen werden.
Entwickelt wurde der Body Mass Index bereits im 19. Jahrhundert durch den belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet und fand ursprünglich für Risikoeinschätzungen im Bereich US-amerikanischer Lebensversicherungen Verwendung. In der Fachliteratur kommt der Body Mass Index auch in den Variationen "KMI" (Körpermasseindex), Körpermassenzahl (KMZ) oder Kaup-Index vor.
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