Als Kunde nicht einfach jedem Digicam-Test vertrauen
Wenn man auf der Suche nach einer Digitalkamera ist, vergleichen die meisten Leute verschiedene Testergebnisse, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ist der Testsieger wirklich die beste Wahl?
Wenn man unterschiedliche Testverfahren vergleicht, wird man feststellen, dass nicht immer dieselbe Kamera Testsieger wird. Testvergleiche sollten vor allem in Bezug auf Preis und Leistung durchgeführt werden. Welche Kamera bietet eine bessere Qualität zu einem günstigeren Preis? Bei Tests muss man insbesondere darauf achten, was im Fokus des Kameravergleichs liegt.
Wird eher Wert gelegt auf den Weitwinkel, die Bildauflösung, den Zoomfaktor, den Bildstabilisator oder die unterschiedlichen Funktionen? Je nach dem, welchen Zweck die Kamera erfüllen soll, muss man selbst entscheiden, welche Merkmale die wichtigsten sind. Eine sehr hohe Bildauflösung kann zu Bildrauschen führen und ein Bild „verpixelt“ aussehen lassen. Eine niedrigere Bildauflösung liefert oftmals ein klareres Bild. Der Bildstabilisator soll die Verwacklungsunschärfe vermeiden. Dieser ist in verschiedenen Varianten erhältlich, zum einen mit optischem und zum anderen mit elektronischem Stabilisator. Der optische Bildstabilisator verschiebt entweder den Bildkreis über dem Bildsensor oder aber den Bildsensor über dem Bildkreis. Der elektronische Bildstabilisator basiert in der Regel auf dem Nachschärfen der Bilder oder auf einer automatischen Empfindlichkeitserhöhung des Sensors. Der Weitwinkel liefert einen größeren Blickwinkel, dadurch wirkt der Bildausschnitt wesentlich größer. Der Zoomfaktor spielt insofern eine wichtige Rolle, da ein 3fach-Zoom meist für Nahaufnahmen ausreicht. Ein 10- oder 12fach Zoom macht es jedoch möglich, Sehenswürdigkeiten aus weiter Entfernung zu fotografieren sowie Landschaftsaufnahmen zu machen.

Wichtig ist auch der Bildsensor sowie die Größe der Linse, da beide in Abhängigkeit zueinanderstehen. Ein Sensor-Wert von 3,5 und einer kleinen Linse macht Nachtaufnahmen fast unmöglich. Die Reichweite des Blitzes kann diesen Mangel nicht ausgleichen. Ein Sensor-Wert von 2,2 kombiniert mit einer kleinen Linse lässt Nachtaufnahmen problemlos zu. Umgekehrt gilt bei einer großen Linse und einem Sensor-Wert von 3,4 eine gute Lichtempfindlichkeit und ist damit in der Lage, auch bei schlechten Lichtverhältnissen schöne Fotos zu erstellen. Andere Funktionen wie Unschärfe, Belichtungs-, Fokus- und Bilderreihen, Makroaufnahmen bis zu 1 cm Entfernung zu erstellen, werden in Tests oftmals nur selten geprüft. Und es gibt noch viele weitere Zusatzoptionen, die oftmals unerwähnt bleiben. Egal ob Testsieger oder nicht, man kann immer die Kamera finden, die am besten den eigenen Bedürfnissen entspricht.


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