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Bereits im 15. Jahrhundert benutzte man Bügeleisen, wie wir sie kennen. Das Bügeleisen besteht seit jeher immer aus einem Griff zum Halten und Führen des Eisens und einer sogenannten Sohle, die auf der zu plättenden Fläche aufliegt und die Wärme überträgt. Durch Wärme, durch Druck und manchmal Feuchtigkeit glättet man Kleidung und Stoffe mit einem solchen Haushaltsgerät. Bei den ersten Bügeleisen wurde eine einfache Eisenplatte mit Griff auf dem Ofen erwärmt und damit wurde die Wäsche geglättet. Solche Plätteisen hatten bereits die heute bekannte, typische Form eines Bügeleisens. Charakteristisch für sie war, dass sie eine externe Wärmequelle benötigten. Eine besondere Erfindung waren die Bügeleisen mit Wechselgriffen. Man hatte mehrere Eisenkörper mit Griffen, die man abnehmen konnte. Die Eisen wurden im Ofen erwärmt, während man mit einem davon bügelte. Meist hatte man einen Satz von 2 bis 4 Stück.
Später gab es dann sogenannte Kasteneisen, bei denen hinten in den Kasten eine erhitzte Metallplatte eingeführt wurde, die die Sohle des Bügeleisens anwärmte. Im 19. Jahrhundert stellte man ähnliche Bügeleisen her, die allerdings mit glühenden Kohlen beheizt wurden. In den Kasten des Eisens wurden glühende Briketts oder Kohlestücke gefüllt, die die Sohle erhitzten. Eine Weiterentwicklung war das Kamineisen, das den Rauch weg von der bügelnden Person durch einen kleinen Abzug rausließ. Für die moderneren Glühstoff-Bügeleisen gab es dann eine spezielle Kohle, die geruchsfrei war und die Hitze gleichmäßiger verteilte. Im späten 19. Jahrhundert wurden dann auch Bügeleisen entwickelt, die mit Spiritus, Gas oder Benzin erwärmt wurden. Aber zu dieser Zeit wurden bereits die ersten elektrischen Bügeleisen erfunden.
All diese Eisen in ihren vielfältigen Ausführungen gehören zu den antiken Bügeleisen, die man heute im Museum bewundern oder auf Flohmärkten erwerben kann.
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