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Ablufttrockner: Test-Kriterien für Energieeffizienz

Ablufttrockner sind eine verbreitete Art von Trocknern in Deutschland. Es gibt aber auch andere Arten, die – je nach Einsatzort – energieeffizienter betrieben werden können als Ablufttrockner.

ablufttrockner test
© fefufoto - Fotolia.com
Auch wer diesen Namen noch nie gehört hat, kennt Ablufttrockner meist vom Sehen her: Die weitverbreiteten Trockner, von denen ein Luftschlauch nach Außen führt, werden als Ablufttrockner bezeichnet. Diese Art von Trockner wird hierzulande mit am häufigsten verwendet. Doch wer sich für einen neuen Trockner entscheiden muss, sollte abwägen, ob nicht eine andere Art besser geeignet wäre. Der, abgesehen vom Preis, wohl wichtigste Gesichtspunkt bei einem Trockner ist der Energieverbrauch. Die Energieplakette, welche die Geräte als zugehörig zu einer Energieeffizienzklasse zwischen A (für sehr energieeffizient) und F (sehr Energie-ineffizient) kennzeichnet, hilft da nur bedingt. Denn je nach Art von Trockner sind die Kriterien für eine Energieeffizienzklasse anders festgelegt. Ein Kondensationstrockner der Kategorie B verbraucht unter Umständen mehr Energie als ein Ablufttrockner der Kategorie C – dennoch kann er kostengünstiger im Betrieb sein.

Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich mit der unterschiedlichen Arbeitsweise der beiden Trockner. Ein Ablufttrockner erwärmt die Luft zum Trocknen der Kleider. Danach wird die feuchte und warme Luft nach Außen geführt. Dazu ist der Luftschlauch da, für den meist eine Öffnung in die Wand oder in ein Fenster eingebaut wird. Würde die Luft im Trockenraum drin bleiben oder in einen anderen Raum geleitet werden, bestünde dort erhöhte Schimmelgefahr wegen des verdunsteten Wassers aus der Wäsche. Ein Kondensationstrockner hingegen benötigt keine Verbindung nach Außen: Die Abluft wird an Kühlelementen vorbeigeführt, an denen sich die Feuchtigkeit niederschlägt. Danach wird die getrocknete Luft wieder erwärmt und wieder zur Wäsche geführt. Das ist etwas energieaufwendiger als die Arbeitsweise eines Ablufttrockners; dafür bläst dieses Gerät keine Wärme nach Außen.

Aus der unterschiedlichen Funktionsart ergeben sich auch andere Einsatzgebiete für die beiden Arten von Trocknern. Während die vergleichsweise günstigen und unkomplizierten Ablufttrockner in Waschküchen zum Einsatz kommen, die nicht direkt mit Wohnräumen verbunden sind, eignen sich Kondensationstrockner besser für Räumlichkeiten, die beheizt werden oder mit beheizten Räumen gemeinsame Wände haben. Denn sie geben nicht nur die Wärme, die sie durch ihren Stromverbrauch erzeugen, wieder an den Raum ab, in welchem sie stehen, sondern auch die Wärme, die beim Kondensieren der Feuchtigkeit aus der Abluft entsteht. Somit recyclieren sie im Winter einen großen Teil der verbrauchten Energie und ersparen ihrem Besitzer einen Teil der Heizkosten.

Wenn man also vor der Anschaffung eines neuen Wäschetrockners steht, sollte man beim Berechnen der kommenden Energiekosten nicht nur auf die Plakette schauen, sondern auch berücksichtigen, bei welcher Art von Gerät die Abwärme noch nutzbar ist und bei welcher nicht. Beim Vergleichstest mit den persönlichen, aus den eigenen Wohnverhältnissen abgeleiteten Kriterien wird erst eine Prognose des zukünftigen Energieverbrauchs möglich.

von Louis Jung
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