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Kerstin Becker

Handy für Jugendliche: Vertrag oder Prepaid?

Ist für Jugendliche eher ein Handy mit Vertrag - evtl. mit einer Flatrate - oder eine Prepaid-Karte geeignet?

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© Cybrain - Fotolia.com


Heutzutage haben schon Jugendliche und teilweise sogar Kinder ein Handy. Zumeist handelt es sich dabei um die sogenannten Prepaid-Handys, die man im Grunde schon für ein Appel und ein Ei bekommen kann.


Teilweise werden Handys (natürlich ältere Modelle) für 10,00 € verkauft, wo sich zudem auf der Prepaid-Karte auch noch ein Startguthaben von 5,00 € befindet, so dass man das Handy im Grunde schon für 5,00 € gekauft hat.


Für Kinder und Jugendliche sind diese Handys eigentlich recht gut, weil man wirklich nur das Geld vertelefonieren oder für SMS verwenden kann, welches sich auf der Prepaid-Karte befindet. Eine Prepaid-Karte kann man im Grunde also nicht überziehen, so dass sich keine Schulden in frühem Alter bilden können.


Allerdings kommen nun die Prepaid-Gegner und stellen fest, dass man auch beim Vertragshandy günstiger weg kommen kann, indem man beispielsweise eine Telefon Flat bucht, so dass man im Grunde für Gespräche in das Festnetz in Deutschland sowie in das eigene Mobilfunknetz umsonst telefonieren kann. Zudem gibt es noch ein aktuelleres, ja wenn nicht gar ganz neues, Handy für beispielsweise 1,00 € dazu.


Allerdings muss man hier entgegenwirken, dass auch hier mit einer Telefon Flat gerade für Jugendliche die Gefahr besteht, Schulden mit dem Handy zu machen, weil Telefongespräche in andere Netzwerke sowie auch die SMS oder MMS nicht in dieser Flatrate enthalten sind, das heißt, für jede SMS zahlt man den normalen Nutzungspreis, eine SMS Flat wird bisher eher selten angeboten.


Auch ist man bei einem Handyvertrag in der Regel 24 Monate an den jeweiligen Anbieter gebunden, was wiederum bedeutet, dass man die Grundgebühren für das jeweilige Handy und Vertragspaket über zwei Jahre hinweg zu zahlen hat, denn kündigen kann man es im Grunde nur, wenn sich beispielsweise eine Telefonkostenerhöhung angekündigt hat oder aber nach 21 Monaten pünktlich zum Ende des 24 Monats-Vertrages.


Wenn man also wirklich einmal ganz genau nachzudenken versucht, dann wird man schnell feststellen, dass auch diese einstellbaren Limits, d.h. ein bestimmter Betrag wird eingegeben und man kann dann nicht über diesen Betrag hinaus telefonieren, nicht unbedingt den gewünschten Effekt haben. Letztendlich bleibt es den Eltern natürlich selbst überlassen, welche Art Handy sie ihren Kindern in die Hand legen können und womit diese billig telefonieren sollen, aber zu aller Anfang wäre vielleicht ein Prepaid-Handy von Vorteil.

 
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Kerstin Becker   19.03.2008
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