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GSM-Ortung

Weltweite Umfragen zur Handynutzung

TNS Infratest gab die Ergebnisse einer Studie zur Handynutzung bekannt. Daraus lassen sich Vergleiche der Handynutzung in Deutschland und der in anderen Ländern ziehen.


Während die Deutschen beim Telefonieren ihren Nachbarn und weiter entfernten Mitmenschen nicht bemerkenswert nachstehen, sind sie was weitere Funktionen der Mobiltelefone betrifft eher zurückhaltend.


Während in China fünf bis neun Funktionen der Geräte dauerhaft benutzt werden, verwenden deutsche Handybesitzer ihre Geräte vorwiegend zum Telefonieren und Versenden von Kurznachrichten. Im Schnitt benutzen Deutsche nur ca. 4,7 Funktionen der zur Verfügung stehenden.


Die Studie bezog sich allerdings nur auf die internen Funktionen der Mobiltelefone. Externe Möglichkeiten, das Telefon zu nutzen fanden keine Berücksichtigung. Interessant wäre nämlich aus Sicht der Netzbetreiber eine Studie über die Häufigkeit von GSM-Ortungen in GSM-Funkzellen. Das klingt für Uneingeweihte wie ein schwieriges Fachgebiet, ist in Wirklichkeit aber nichts anderes, als der Zusammenschluss der Einzugsgebiete von den sogenannten Sendemasten (Volksmund auch Handymasten).


GSM Ortungen konnten bislang technisch nur von den Netzbetreibern selbst durchgeführt werden.


Dazu werden mit der betriebseigenen Software Anfragen an das zu ortende Mobilfunktelefon geschickt. So ermittelt die GSM Ortungssoftware, in welcher Funkzelle, also zwischen welchen Funkmasten das Handy zuletzt gesendet hatte. Dort klinkt sich ein Handy nämlich ständig ein, auch wenn es nicht benutzt wird. Der Volksmund sagt dann, das Handy habe Empfang.


Sofern das Handy zumindest eingeschalten ist, kann die Handyortungssoftware per GSM Ortung den genauen Aufenthaltsort bestimmen. Damit lässt sich dann zum Beispiel ein verlorenes Handy finden oder die Person, die es gerade bei sich trägt.


In Deutschland erfreuen sich solche Sicherheitsdienste großer Beliebtheit. Privat nutzen Mütter die GSM Handyortung um Schulkinder kontrollieren zu können und Väter, die im Büro ein sicheres Gefühl bezüglich des Verbleibs ihrer Schützlinge haben möchten. Aber GSM Ortung findet auch beruflich häufiger Einsatz.


Im Gegensatz zu sehr teurer GPS-Ortung wird die Handyortung mittels GSM besonders bei kleinen und mittelständischen Betrieben bevorzugt eingesetzt.


Abteilungsleiter oder der Chef selbst machen Mitarbeiter im Außendienst dadurch per Mobiltelefon ausfindig und kennen die Fahrwege. Auch für die Mitarbeiter selbst bietet die GSM-Ortung einen klaren Vorteil. Durch Kontrollierbarkeit während der Arbeitszeit kann ihnen der Chef nie vorwerfen, zu langsam zu sein, oder gar absichtlich zu trödeln. Selbst, wenn die Ortung des Handys nicht genutzt wird, ist allein die Möglichkeit Ansporn und Sicherheit zugleich und oftmals behaupten Vertriebler, dadurch ein ruhigeres Arbeitsklima zu erleben. In Gesprächen mit dem Chef haben sie außerdem einen sichereren Standpunkt, als ihre Kollegen, die sich wegen langer Fahrzeiten oftmals rechtfertigen müssen und unter Beweiszwang stehen.


Diese Möglichkeiten sind durchaus interessant und werden immer besonders durch Umfragen deutlich. Meinungsumfragen mögen zwar nerven, wenn die Dame am Telefon um zehn Minuten Zeit bittet, aber die Ergebnisse bringen uns oft auf neue Ideen, privat wie beruflich.

 
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