Fernseher und Monitore - LCD reinigen ohne Kratzer
Der schöne neue Flachbildschirm sieht nach einiger Zeit schmuddelig aus und bedarf der Reinigung. Doch das falsche Reinigungsmittel kann unter Umständen die Oberfläche beschädigen oder Kratzer verursachen.

Vor der Reinigung sollte das Gerät generell vom Strom getrennt werden. Wenn der Fernseher oder Monitor zuvor noch benutzt wurde, sollte man auch eine gewisse Zeit, mindestens jedoch 30 Minuten, warten, bis er sich etwas abkühlen konnte. Muss nur Staub von der Oberfläche entfernt werden, muss das Gerät allerdings nicht unbedingt vom Strom getrennt werden. Statt des Putzlumpens sollte für die Entstaubung eines modernen Fernsehers oder Monitors ein Mikrofasertuch genutzt werden. Auch wenn nur die oft in Klavierlackoptik gehaltenen Rahmen oder der Standfuß gereinigt werden sollen - herkömmliche Tücher verkratzen die empfindlichen Oberflächen. Auch die Rückseite kann mit einem Mikrofasertuch gereinigt werden. Hat sich in den Lüftungsschlitzen an der Oberseite viel Staub angesammelt, kann dieser vorsichtig mit einem Staubsauger (mit Borstenaufsatz) entfernt werden. Fusseln und Staub in Ecken oder Ritzen lassen sich am besten mit Druckluft entfernen. Aber mit der Druckluft nach Möglichkeit nicht auf die LCD-Oberfläche sprühen. Behälter mit Druckluft lassen sich im Fotozubehör für etwa 10 Euro erwerben.
Die LCD-Oberfläche ist anspruchsvoller zu reinigen - dort sammeln sich oft Fingerabdrücke (besonders bei Notebookbildschirmen und PC-Monitoren) und andere gut sichtbare Schmierereien. Für die weniger hartnäckigen Flecken reicht es, das zuvor vom Staub der Erstreinigung befreite Mikrofasertuch mit ein wenig Wasser anzufeuchten und damit vorsichtig die Oberfläche zu reinigen. Bei der Reinigung sollte mit dem Tuch nicht zu sehr aufgedrückt werden. Ganz wichtig: Auf keinen Fall darf Flüssigkeit an der Bildschirmoberfläche herunter ins Gerät laufen. Sind die Flecken hartnäckiger und reicht das feuchte Tuch für die Reinigung nicht aus, kann auch ein Reinigungsmittel genutzt werden. Ist gerade kein spezieller LCD-Reiniger (gibt es im Fachhandel inklusive Mikrofasertüchern ab 5 Euro zu erwerben) zur Hand, schadet auch ein Fensterreiniger nicht. Allerdings darf dieser weder Essig noch Zitronensäure enthalten. Und auch zu hohe Alkohol-Anteile im Reiniger können die Oberfläche des teuren Gerätes beschädigen. Nach der Reinigung sollte die Oberfläche mit einem weiteren und trockenen Tuch von der Feuchtigkeit befreit werden. Am besten sollte das Gerät nach der Reinigung erst einmal eine halbe Stunde nicht eingeschaltet werden, um eventuell in die Elektronik geratene Flüssigkeit trocknen zu lassen.
Vorsicht ist auch bei den Mikrofasertüchern geboten. Zur Reinigung muss das Tuch tatsächlich komplett frei von Staub oder anderen Verschmutzungen sein. Selbst kleine Krümel verursachen unschöne Kratzer. Mikrofasertücher dürfen zudem nicht mit Weichspüler gewaschen werden, da sie anschließend ihre Struktur verlieren und die Geräte bei der Pflege zerkratzen würden.


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