HSDPA Flat die zweite: neuer Anbieter geht an den Start
Mit Moobiair traut sich wieder einmal ein Anbieter, eine mobileDSL-Flatrate unter das... mehr
Früher war das Telefonieren so einfach. Die Deutsche Telekom hatte das Monopol und jeder musste sich den Preisen dieses Anbieters beugen oder eben nicht telefonieren. Dann fiel das Telefonmonopol, die Telekom musste die Leitungen auch anderen Anbietern zugänglich machen und damit begann das Chaos. Das Tarifdickicht wurde mit der Zeit zu einem Tarifdschungel und mittlerweile blicken vermutlich nur noch ganz Ausgeschlafene durch die Festnetz Tarife durch.
Das Problem ist noch nicht einmal, dass jeder Anbieter seine Preise frei gestalten kann und das auch tut. Hat man sich für einen Anbieter entschieden, ist man sowieso für zwei Jahre an ihn gebunden und braucht sich um die Preise der anderen Anbieter erst einmal nicht mehr zu kümmern. Das eigentliche Problem ist, dass jeder Anbieter gleich mehrere Tarife anbietet, zwischen denen man auch während der Vertragslaufzeit frei wechseln kann. Allerdings sollte man sich einen solchen Tarifwechsel gut überlegen. In den meisten Fällen führt ein Wechsel innerhalb der Tarife zu einer Verlängerung des Vertrages für weitere 12 bis 24 Monate je nach Anbieter. Möchte man nach Ablauf des ursprünglichen Vertrages eigentlich zu einem anderen Anbieter wechseln, sollte man sich gut überlegen, ob die Kostenersparnis des Tarifwechsels so hoch ausfällt, dass man mindestens noch einmal weitere 12 Monate gebunden sein möchte.
Was die Tarifwahl so schwierig macht, ist die Tatsache, dass das Ermitteln des optimalen Tarifs voraussetzt, dass man über exzellente Kenntnisse seines eigenen Telefonverhaltens verfügt. Ist man ein starker Wochenendtelefonierer, der in der Woche eher unkommunikativ ist? Dann empfiehlt sich der Wochenendtarif mit extrem günstigen Konditionen am Wochenende, der dafür in der Woche etwas teurer ist. Oder telefoniert man eigentlich nur abends, weil man tagsüber nie zu Hause ist. Dann lohnt sich der Abendtarif, also abends billig, tagsüber teuer. Möchte man es sich einfach machen, wählt man am besten den Flatratetarif: ein Preis, egal wie viel man telefoniert. Das lohnt sich natürlich überhaupt nicht, wenn man ungern telefoniert. Ist man unentschlossen, sollte man die Telefonrechnungen der letzten Monate studieren. Die können einem vielleicht Aufschluss über das eigene Telefonverhalten geben. Man sieht, es ist gar nicht so einfach, einen der vielen Festnetz Tarife auszuwählen.
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