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Geothermische Wärme

Die Temperatur in der Erde auch geothermische Wärme bezeichnet, kann unsere Haushalte günstig heizen.

geothermische wärme
© Charlie Hambsch - Fotolia.com

Als Geothermie wird allgemein die in der Erdkruste gespeicherte Wärme bezeichnet. Da es sich hierbei um eine Form der Energie handelt, spricht man auch von geothermischer Energie.


Wenn Wissenschaftler von Geothermie sprechen, meinen sie die Lehre von der Temperaturverteilung und den Wärmeströmungen innerhalb des Erdkörpers. Sie befasst sich zum Beispiel mit der Wärmeleitfähigkeit der Gesteine innerhalb der Erdkruste.


Wenn sich Ingenieure mit Geothermie beschäftigen, ist jedoch etwas anderes gemeint. Hier geht es in der Regel um die gezielte Nutzung der Erdwärme. Geothermie dient dabei als Energiequelle zur Erzeugung von Strom und Wärme. Die einzelnen Verfahren sind dabei oft sehr komplex und für den Laien nur schwer verständlich. Alle diese Verfahren machen sich jedoch eine Eigenart der Erdkruste zunutze: Sie ist ein hervorragender Speicher für Wärme. Während die Lufttemperatur starken saisonalen Schwankungen unterliegt, bleibt die Wärme der Erdkruste relativ konstant.


Wie also kann die Wärme der Erdkruste an die Oberfläche gelangen, damit der Mensch sie überhaupt nutzen kann? In nahezu allen geothermischen Verfahren zur Strom und Energiegewinnung, wird ein Rohr oder etwas ähnliches in die Erde getrieben. Die Wärme strömt so nach oben und ist verfügbar. Oft wird in das Rohr noch Wasser gepumt. Warmes Wasser strömt nach oben, gibt die Wärme ab, sinkt dann in einem Kreislaufsystem nach unten und kann erneut Wärme aufnehmen.


Da die geothermische Ernergiegewinnung keine fossilen Brennstoffe benötigt, gilt sie als umweltfreundlich. Das Bundesumweltministerium förderte die Geothermie 2006 mit 14 Millionen Euro. Auch für Privathaushalte, insbesondere für Einfamilienhäuser, ist die Geothermie eine interessante Alternative zu Öl und Gas. Mittels Wärmepumpen kann jeder Privatnutzer seine eigene geothermische Anlage installieren.


Italien, USA, Philippinen, Indonesien und Mexiko gehören weltweit zu den größten Nutzern geothermischer Energie.


In Deutschland wurde im November 2007 das erste ganzjährig nutzbare Geothermie-Kraftwerk in Landau in Betrieb genommen. Es erzeugt ausreichend Strom für etwa 6000 Haushalte

 
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von Andre Finzel 19.10.2010
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