Der Europa Verlag - seine Geschichte und seine Bücher
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Heizungsanlagen werden nicht nur immer kleiner und immer komplizierter, sie werden auch immer effektiver. So ist aufgrund der ausgeklügelten Brennwerttechnik das entstehende Abgas kaum noch 30 Grad heiß. Das kann sogar Probleme bei der Abgasentsorgung mit sich bringen. Es kommt nämlich kaum noch bis zur Spitze des Schornsteins. Stattdessen kondensiert jede Menge Wasser an den Innenwänden des Schornsteins und läuft dann zurück auf den Grund. Noch einen Schritt weiter gehen Heizungskonzepte mit der Gas-Wärmepumpe. Sie kombinieren nämlich die ausgeklügelte Technik der Heizgeräte mit der Nutzung von Erdwärme.
Worum geht es genau? Eine Wärmepumpe lebt im Prinzip von der Temperaturdifferenz. Über Tiefbohrungen wird die Erdwärme nutzbar gemacht. Im Winter ist es nämlich einige Meter unterhalb der Erdoberfläche wesentlich wärmer als über der Oberfläche und im Sommer umgekehrt. Zur zusätzlichen Erwärmung des warmen Wassers für die Heizkörper wird deshalb im Winter die Wärme des Erdinnern ausgenutzt. Über Wärmetauscher gelingt es, davon zu profitieren und dadurch die Heizkosten zu minimieren.
Mittlerweile funktionieren die Gas-Wärmepumpen auch in Kombination mit Tiefbrunnen. Dabei wird im Sommer wie im Winter den Brunnen Wasser entnommen und dazu genutzt, das normale Trinkwasser, das in die Heizungsanlage gelenkt wird vorzuwärmen oder zu kühlen. Ja, sie hören richtig, mit Gas-Wärmepumpen kann man auch Leistungen erzielen, die an diejenigen von Klimaanlagen herankommen. Selbstverständlich bleibt im Sommer der Heizungsbrenner aus. Doch das kalte Wasser aus den Tiefbrunnen reicht aus, um über Wärmetauscher die Luft der Lüftungsanlage soweit zu kühlen, dass sie wie eine Klimaanlage funktioniert. Insgesamt lassen sich so Energiekosten in Höhe von bis zu 30 Prozent sparen.
Wer jetzt nach den Investitionskosten fragt, der hat bestimmt recht. Natürlich sind Gas-Wärmepumpen teurer als herkömmliche Heizungsanlagen. Aber auch hier bieten die Wärmeversorger kostengünstige Modelle an. Sie kümmern sich selbst um den Aufbau der Anlage, tragen die Investitionskosten und betreiben anschließend auch die Gas-Wärmepumpe. Der Hauseigentümer muss sich damit um nichts mehr kümmern. Selbst die Einzelabrechnungen an die Mieter werden von den Versorgungsunternehmen erstellt. Man nennt diese Art des Betriebes von Gas-Wärmepumpen auch Contracting-Verfahren.
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