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Oliver Bunzheim

Die Billigflüge der Billigflieger

Billigflüge und Billigflieger - Entstehung und Zukunftsperspektiven

Sie sind in aller Munde – die Billigflieger im Internet. Die ersten Billigfluggesellschaften wurden bereits 1971 in den USA ins Leben gerufen. Auch in Europa gab es Fluglinien, die sich auf Billigflüge spezialisierten – aber das Geschäftsmodell floppte. Erst im Jahr 1991 gelang der irischen Fluggesellschaft Ryanair der große Durchbruch. In den darauffolgenden Jahren wiesen die Bilanzen zwar stets rote Zahlen aus, aber die Passagierzahlen stiegen kontinuierlich an. Nachahmer wie beispielsweise die British Airways oder Germanwings waren schnell gefunden.


Auch in Deutschland boomen die Billigflüge. Statistisch gesehen wird jeder fünfte Flug durch eine Billig-Fluggesellschaft ausgeführt. Aus Sicht des Flugaufkommens hat sich die Beförderungsquote vervierfacht. Eine Stagnation ist derzeit nicht in Sichtweite.


Um im internationalen Flugverkehr nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren, haben sich etablierte Fluggesellschaften wie z.B. Lufthansa, Air France usw. dazu durchgerungen, auch Billigflüge anzubieten. Lufthansa startete 1995 in Hamburg mit ihrem „betterFly“ ein Pilotprojekt und die eingehenden Ticket-Buchungen erhöhten sich pro Tag um 3000 Stück. Flächendeckend kann gesagt werden, die Fluggesellschaft Lufthansa bietet im Monat ca. 350.000 Tickets zum Einstiegspreis um 100,00 Euro an, die händeringend abgenommen werden. Lufthansa weigert sich strikt, sich als Billigflieger zu deklarieren. Zielsetzung ist neben dem eigentlichen Ausbau des Marktanteils auch eine hohe Belegungsquote der Flugzeuge.


Für den Verbraucher ist der Preis nicht unbedingt immer das Hauptargument sich für einen Billigflieger zu entscheiden. Es geht ihm um die regionale Erreichbarkeit und nicht immer fliegen die Billigflieger die großen Flughäfen an, sondern weichen auf kleinere, regional gelegene aus.


Der derzeitige Trend der Billigflüge ist einfach formuliert. In Europa erfolgen so gut wie keine Neugründungen an Billigfliegern mehr. Manche Anbieter mussten bei dieser heiß umkämpften Wettbewerbssituation Federn lassen und zogen sich vom Markt zurück. Zudem kommen Fusionen hinzu, die die Anzahl zudem verringert. In den nächsten Jahren wird das Geschäft der Billigflieger zwar noch ansteigen, aber eine Steigerungsrate um 50 % wie in den Jahren zuvor, ist nicht mehr zu erreichen

 
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Oliver Bunzheim  17.01.2008
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